Open Space im Weltmuseum Wien
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Mit dem OPEN SPACE öffnet das Weltmuseum Wien einen Raum, der sich mit Formen von Teilhabe, Sichtbarkeit und Zusammenarbeit beschäftigt. Anstatt fertige Antworten zu liefern, schafft er Platz für Begegnungen, Diskussionen, unterschiedliche Perspektiven und Wissen und lädt Communities aus der Stadt dazu ein, gemeinsam über die Welt und das Museum nachzudenken.
Was passiert, wenn ein Museum zuhört?
Der OPEN SPACE ist keine klassische Ausstellung, keine abgeschlossene Erzählung. Er versteht sich als offener Prozess: als Ort zum Zuhören, Diskutieren, Lesen, Produzieren und Mitgestalten. Er ist ein Raum für Perspektiven, die in Museen bislang wenig vertreten waren. Ein Ort zum gemeinsamen Nachdenken darüber, was ein Museum heute sein kann.
Ausgangspunkt sind Fragen nach Aufgaben und gesellschaftlicher Verantwortung ethnologischer Museen. Die Sammlungen des Weltmuseums Wien erzählen von historischen und globalen Verflechtungen und sind mit kolonialen Machtstrukturen verbunden, die bis in die Gegenwart wirken. Gleichzeitig ist Wien längst eine postmigrantische Stadt, geprägt von vielfältigen soziokulturellen Erfahrungen und Lebensrealitäten, weshalb der OPEN SPACE auch eine Einladung an unterschiedliche Communities ist, gemeinsam über die Welt, das Museum und Wien nachzudenken.
Im Zentrum des OPEN SPACE stehen die Themen Solidarität, Freude, Widerstand, Provenienz, Restitution und der Umgang mit Human Remains (menschliche Überreste). Themen, die als Bestandteile eines dynamischen gesellschaftlichen Zusammenlebens verstanden werden – als Ausdruck von Gemeinschaft, Kreativität und Zugehörigkeit.
Künstlerische Positionen im OPEN SPACE
Der OPEN SPACE gibt drei eingeladenen Künstler*innen Raum für kollektive Prozesse. Ihre Arbeiten eröffnen Perspektiven auf Themen wie Erinnerung und Teilhabe und laden dazu ein, auch eigene Erfahrungen einzubringen.
In Old Town Passages (2025) beschäftigt sich die Fotokünstlerin Abigail Marcillo mit den Kontinuitäten der kolonialen Geschichte in prekären Arbeitswelten Ecuadors.
Mit letters to those who were once here (2026) widmet sich die multidisziplinäre Künstlerin und Historikerin Tayla Myree Schwarzen Menschen, die im 17. und 18. Jahrhundert in Wien gelebt haben.
Die Künstlerin und Politikwissenschaftlerin Munira Mohamud setzt sich mit: Are you scared yet? (2026) auf humorvolle Weise mit Fragen von Fremdzuschreibungen und Kopftuchverboten auseinander. Ihre zweite Arbeit Komm ins Museum und geh schlafen (2026) bringt das Private in Form einer Stockbett-Installation und Stoffen aus Somalia ins öffentliche Museum.
Der OPEN SPACE will neue Beziehungen zwischen Museum und Stadtgesellschaft initiieren. Haben Sie Ideen oder Fragen oder möchten uns eine Rückmeldung geben? Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit unter: outreach@weltmuseumwien.at
Kuratiert von Vera Marušić und Muhammet Ali Baş