Olga Neuwirth / Elfriede Jelinek: Ghosts & Vampires

Klangkunst Literatur Video Installation
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6 Termine
Samstag 31. Oktober
31. Okt.
Sa
16:00
Eröffnung bis 17:00
Vernissage
Metallener Saal
17:00
Installation bis 22:30
Olga Neuwirth / Elfriede Jelinek: Ghosts & Vampires
Metallener Saal
Sonntag 1. November
1. Nov.
So
16:00
Installation bis 22:30
Olga Neuwirth / Elfriede Jelinek: Ghosts & Vampires
Metallener Saal
Montag 2. November
2. Nov.
Mo
18:30
Installation bis 22:30
Olga Neuwirth / Elfriede Jelinek: Ghosts & Vampires
Metallener Saal
Dienstag 3. November
3. Nov.
Di
17:30
Installation bis 22:30
Olga Neuwirth / Elfriede Jelinek: Ghosts & Vampires
Metallener Saal
Mittwoch 4. November
4. Nov.
Mi
18:30
Installation bis 22:30
Olga Neuwirth / Elfriede Jelinek: Ghosts & Vampires
Metallener Saal

Programm

Olga Neuwirth: Ghosts & Vampires. Multimedia-Installation mit Texten von Olga Neuwirth, Elfriede Jelinek und Herman Melville (2026 UA)

Interaktives Live-Video

Birgit Minichmayr, Olga Neuwirth, Elfriede Jelinek, Willem Dafoe Stimme

Charlotte Rampling Schauspielerin (Videoaufnahmen: Janic Bebi, Jonas Dahl)

Video aus der Schlussszene der Produktion Monster’s Paradise von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek in der Staatsoper Hamburg (2026)

Sylvie Rohrer, Ruth Rosenfeld Schauspiel

Elisabeth Leonskaja, Alexandra Stychkina Klavier

Olga Neuwirth Sounddesign, Samples

Audio-Mitschnitt der Schlussszene der Produktion Monster’s Paradise von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek in der Staatsoper Hamburg (2026)

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Titus Engel Musikalische Leitung

Mitwirkende

Olga Neuwirth: Konzept, Idee, Musik, Text, Mastering

Elfriede Jelinek: Text

Lillevan: Video

Janic Bebi: Video

Manuel Braun: Video

Jonas Dahl: Video

Als die zwei fast unermüdlichen Vampirinnen Vampi und Bampi, die permanent versuchen, die Welt vor dem menschengemachten Untergang zu retten, haben sich Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek mit comic-haftem Humor und Ironie ins Libretto ihrer Oper Monster’s Paradise geschrieben. Anfang Februar 2026 sorgte dieses «Grand Guignol» in der Staatsoper Hamburg für Furore, im März 2026 folgte die vielbeachtete Schweizer Erstaufführung am Opernhaus Zürich, die Österreich-Premiere steht Anfang April 2027 auf dem Programm der Oper Graz. Völlig losgelöst von der großen Opernmaschine und der quirligen Bühnen-Action, findet das Doppelporträt der beiden seit vier Jahrzehnten miteinander befreundeten Künstlerinnen als weltreisende Vampirinnen jetzt Eingang in die interaktive Klanginstallation Ghosts & Vampires, die bei Wien Modern im Musikverein ihre Uraufführung erlebt. Olga Neuwirth versammelt in ihrem größten Beitrag zu dem fünftägigen Festival im Festival viele Themen in einem Raum, die zwischen ihr und Elfriede Jelinek quasi in der Luft liegen – oder besser gesagt: im Wasser. Wie am Schluss der Oper spielen in Ghosts & Vampires Sturm und Naturgewalten eine Rolle. Auf einem Floß, wie bei Géricault, treiben die beiden Vampirinnen über das Eismeer, unterwegs durch Luft und Meer (04.11. 18:00). Auf dem Floß steht ein verstimmter Flügel, auf dem Schubert erklingt (01.11. 19:30) – eine Art memento mori, eingespielt von Elisabeth Leonskaja und Alexandra Stychkina. Aber auch wenn Elfriede Jelineks persönlicher Steinway (03.11. 18:30 + 19:30) in der Oper durchaus eine Rolle spielt – hier, am Ende der Geschichte, die in Monster’s Paradise erzählt wird, übernimmt ein computergesteuerter CEUS-Flügel, der mit Erdbebendaten programmiert wurde. Er entzieht sich irgendwann der Kontrolle der beiden auf dem Meer treibenden Vampirinnen und verselbstständigt sich – der Mensch, aufgerieben zwischen Natur und Technik. In Ghosts & Vampires wird auch über Musik nachgedacht, beispielsweise über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Olga Neuwirth und Franz Schubert. Die Installation läuft im Loop und ist multimedial angelegt, mit einer neuen Mehrkanal-Mischung der Orchesteraufnahmen von der Schlussszene der Oper, mit Vampi und Bampi erstmals von Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth selbst gesprochen – und nicht zuletzt mit der Möglichkeit, dass das Publikum sich interaktiv selbst auf das Floß begibt.

Im Rahmen der Musikverein Perspektiven: Elfriede Jelinek, kuratiert von Bernhard Günther, Stephan Pauly und Claus Philipp

Eintritt frei

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