Für ihre neue gemeinsame Arbeit haben sich Oleg Soulimenko und Andrei Andrianov die Unterstützung international bekannter KünstlerInnen gesichert. Gemeinsam mit ihnen begeben sie sich auf die Suche nach der Zukunft ihrer Kunst und nach dem Erbe, das sie einmal hinterlassen werden. Ihre Leitfrage lautet: Wie ein Erbe aus einer Kunst formen, die sich erst seit dem Fall des Eisernen Vorhangs in die westliche Performance- und Kunstgeschichte wirklich einschreiben kann?
Keine Geringeren als Markus Schinwald, Robert Steijn (united sorry), Janez Janša, Meg Stuart und Steve Paxton sollen ihnen beim Umgang mit dieser Frage helfen. Die fünf KünstlerInnen wurden darum gebeten, kurze Szenen oder Anweisungen für Beginn, Mitte oder Ende einer zeitgenössischen Performance zu entwickeln. Aus diesen völlig unterschiedlich angelegten Performancefragmenten – vielleicht wollten alle ja ein Ende schreiben – haben die beiden russischen Performer ihr Stück entwickelt. Performancekunst aus allen Himmelsrichtungen fügt sich an diesem Abend über Tradition und Neuanfang zu einer möglichen neuen Ordnung in einer scheinbar schrankenlosen globalisierten Welt.