Österreich hat in den letzten zehn Jahren eine der größten Zuwanderungsbewegungen seit Beginn der Zweiten Republik erlebt. Pro Jahr lassen sich hier rund 40 000 Zuwanderinnen und Zuwanderer nieder. Das sind AsylwerberInnen, Studierende, sogenannte „Schlüsselarbeitskräfte“, Familienangehörige und vor allem EU-BürgerInnen. Made in Austria stellt in kurzen Lectures Menschen aus allen Himmelsrichtungen und mit verschiedenem kulturellem Hintergrund vor, die Österreich zu ihrer Wahlheimat gemacht haben und hier ihr Leben meistern. Made in Austria zeigt ihre Sichtweisen auf Österreich und bietet einen ironischen Blick auf ihre persönliche Suche nach dem Glück in einem der reichsten Länder der Welt. Nach der Premiere im rotierenden Donauturm-Café im Rahmen der Wiener Festwochen 2012 kehrt Made in Austria dieses Mal der Peripherie den Rücken und begibt sich ins Stadtzentrum direkt auf die Bühne des brut im Künstlerhaus. Ein indischer Parfümeur, eine philippinische Krankenschwester, ein englischer Baumchirurg, eine amerikanische Popmusikerin u. a. verhandeln auf der brut-Bühne, welche Rolle die neue Heimat in ihrem Leben spielt und inwiefern Land, Kultur und Gesellschaft Österreichs ihre individuellen Vorstellungen von Glück beeinflusst haben.
Am 1. Februar gibt eine der PerformerInnen, die Popsängerin Lana Michelson, im Anschluss an die Vorstellung ein Konzert.