Nina Gospodin: Heavy Dancer
Zeitgenössische Kunst Bildende Kunst Ausstellung
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AG18 Spotlight
Heavy Dancer gehört zur Serie Shapeshifters Dance, die aus der Auseinandersetzung mit festen Abläufen und Strukturen hervorgegangen ist. Ausgangspunkt ist die Frage, was geschieht, wenn innerhalb kristalliner Systeme Veränderung zugelassen wird. Die Serie überträgt Formen, die in der Malerei ihren Ursprung haben, mithilfe von Schablonen in unterschiedliche Materialien. Eigenschaften wie Stabilität, Fragilität oder Schwere werden fließend; sie verändern sich mit dem Kontext, in dem ein Element erscheint. Was ist Stärke, wenn sie nicht auf der Abwesenheit von Verletzlichkeit beruht, sondern aus der Verbindung gegensätzlicher Eigenschaften entsteht?
Die Figur von Heavy Dancer ist aus blau eingefärbtem Beton gegossen. Ihre streng geometrische, an brutalistische Architektur erinnernde Form entwickelt in der Natur eine unerwartet zarte, beinahe tierische Präsenz. Zwei weitere Elemente führen diese Materialität weiter in den Raum hinein. Schwebend aufgehängt, lösen sie den Beton aus seiner erwarteten Schwere und verleihen ihm Leichtigkeit. Im Spotlight Projektraum wird die Beziehung zwischen den drei Elementen zur räumlichen Poesie: Kristalline Schwere wird beweglich, und eine scheinbar feste Form beginnt zu tanzen.
Nina Gospodin (1984, Hamburg) ist eine in Wien lebende Künstlerin. Ausgehend von großformatigen Aquarellen entwickelt sie Objekte, installative und kollaborative Formate, in denen sie untersucht, wie Freiheit innerhalb von Strukturen erfahrbar werden kann.
Ihre Arbeiten wurden international in Galerien, Universitäten und institutionellen Kontexten gezeigt, unter anderem in Wien, Köln, Cambridge, Chicago, New York City, Melbourne sowie in Villa Soriano und Dolores in Uruguay. Sie war Artist-in-Residence beim Art Circle Wolfgangsee, an der School of Visual Arts in New York, am Berlin Art Institute sowie bei barac Mannheim und ist Gründungsmitglied des internationalen I Found U Collective.