Nicolas Mahler: Ach die dumme Literatur
Literatur Visuelle Kunst Ausstellung
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“Ach die dumme Literatur!”, beklagte Hermann Hesse in einem Brief 1907 die Schwierigkeit, “was Rechtes” zu Papier zu bringen.
“Es gelingt mir fast nichts”, notierte Max Frisch, während Ingeborg Bachmann immer wieder unter Motivationsproblemen litt: “Mein Gedicht-Ehrgeiz ist zero.”
Kurzum: “Ein Buch zu veröffentlichen, bringt dieselben Komplikationen mit sich wie eine Hochzeit oder eine Beerdigung.” (E. M. Cioran)
Der österreichische Comic-Künstler Nicolas Mahler hat in Briefen und Tagebüchern bekannter Autorinnen und Autoren gestöbert und gleichermaßen niederschmetternde wie erheiternde Zeugnisse literarischer Knochenarbeit zu Tage gefördert. Und dabei ganz nebenbei Hermann Hesse einen seiner sehnlichsten Wünsche erfüllt: “Ferner möchte ich ein humoristisches Büchlein haben, mit guten Witzen und dergleichen.”
Ach die dumme Literatur! ist bereits die zweite Mahler-Ausstellung im Literaturhaus Wien. 2022 war unter dem Titel „Ah! THOMAS BERNHARD. Den kenn ich. – Schreibt der jetzt für Sie?“ eine Auswahl seiner Literaturadaptionen von Artmann, Bernhard, Jelinek, Musil & Joyce zu sehen.