Natalia Gurova: Tilted
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
In Tilted vereint Natalia Gurova Arbeiten aus unterschiedlichen Perioden mit Objekten, mit denen sie über längere Zeit gelebt hat, und untersucht dabei das instabile Verhältnis zwischen geschaffenen und gefundenen Formen. Die Ausstellung betrachtet, wie Dinge sich verbinden und voneinander lösen, wie Strukturen sich neigen, überlagern oder zwischen Gebrauch und Präsentation in der Schwebe bleiben.
Anstatt Autorschaft als Ursprung in den Mittelpunkt zu stellen, versteht Tilted Wert als etwas, das sich durch Dauer, Verlagerung und anhaltende Aufmerksamkeit ansammelt. Spuren, Abnutzung und kleine Verschiebungen werden strukturell statt dekorativ – als Zeugnisse von Kontinuität innerhalb instabiler Bedingungen.
Durch eine ortsspezifische Intervention aktiviert Gurova den Fabrikraum als Feld des Zusammenwirkens: zwischen privat und öffentlich, Archiv und Installation, Objekt und Träger. Die Ausstellung reflektiert die Infrastrukturen, die persönliche Leben prägen – oft unsichtbar, oft provisorisch – sowie die subtilen Verschiebungen, die es Strukturen ermöglichen, zu bestehen, selbst wenn sie leicht aus dem Gleichgewicht geraten.
Über die Künstlerin
Natalia Gurovas multidisziplinäre Praxis umfasst Skulptur, Druckgrafik, Zeichnung, Poesie, ortsspezifische Installation und kuratorische Arbeit.
Sie interessiert sich dafür, wie Dinge verbunden und voneinander getrennt sind, wie Menschen einander wahrnehmen, welche Rolle Fakten und Erzählung spielen, wie man allein sein und zugleich in Verbindung stehen kann und wie Strukturen entstehen und zerfallen. Geboren in Belarus, aufgewachsen in Russland und seit 2014 in Österreich lebend und arbeitend, studierte sie ortsspezifische Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie Objektbildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie für ihr Diplomprojekt mit dem Würdigungspreis ausgezeichnet wurde.
Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei der Vienna Art Week, der Vienna Design Week, bei Parallel, im Austrian Cultural Forum London, im Queer Museum im Österreichischen Museum für Volkskunde, in der Galerie Michaela Stock, im Belvedere 21 sowie im Wien Museum MUSA gezeigt.