Mykoästhetik
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Pilze sind ein verbreitetes Phänomen der zeitgenössischen Kunst. Die Entstehungsweisen und Genealogien lassen sich bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Gibt es eine strukturelle Verwandtschaft zwischen den zersetzenden, vernetzenden und symbiotischen Eigenschaften, die Pilzen zugeschrieben werden, und den sich wandelnden Kunstauffassungen und -praktiken der Moderne und Gegenwart?
Unter dem Begriff der Mykoästhetik versammelt Ilka Becker Studien zu Schauplätzen der Kunst und des Kinos, auf denen sich Pilze tummeln. Dabei treffen Realien, Metaphern, Allegorien und Vernetzungsfiguren auf postkoloniale, (queer-)feministische, (welt-)ökologische, postanthropozentrische sowie agentielle Lesarten der Gegenwart.
Ilka Becker, Kunsthistorikerin, Autorin, Köln / Mainz
Clemens Krümmel, Kunsthistoriker, Autor, Berlin
Ilka Becker, Mykoästhetik – Pilze, Kunst und Kino, Berlin: b_books 2025