Mouss Black: The Breath of Spirits
Bildende Kunst Ausstellung
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AG18 Spotlight
The Breath of Spirits
Mouss Black
Moussa Sawadogo, besser bekannt als der Künstler Mouss Black, ist ein Künstler aus Burkina Faso, der in Ouagadougou lebt und arbeitet. Als Teenager kam er in der Fondation Olorun mit der Kunst in Berührung. Im Laufe der Jahre hat er sich einen soliden Ruf für seine einzigartigen skulpturalen Arbeiten erworben, in denen er Holz und Eisen gekonnt miteinander verbindet und die er bisweilen mit Leinwand und recycelten Objekten veredelt.
In jüngerer Zeit hat er seine künstlerische Erkundung auf den Bereich der Zeichnung ausgeweitet, wo seine Fokussierung auf die Vielfalt des Mediums ebenfalls auffällt. In seinen bildnerischen Arbeiten entscheidet sich Mouss Black für die Verwendung von Kaffee, inspiriert sowohl von dessen einzigartiger Farbnuance als auch von den Erinnerungen, die er weckt,
und die an gemeinsame Momente in seiner Heimat Burkina erinnern. Anstelle eines Pinsels verwendet er einen Teelöffel, um seine Figuren zu gestalten, die selbst aus Kaffee bestehen. Anschließend setzt er Stifte in verschiedenen Farben ein, um Bewegungen zu betonen und visuelle Harmonie zu schaffen.
Für Mouss Black sind Malerei und Bildhauerei keine getrennten Disziplinen, sondern vielmehr sich ergänzende Ansätze, die es ihm ermöglichen, die Fragen der heutigen Welt, die ihm entgleitet und die er zu verstehen sucht, ausdrucksstark zu erforschen. Seine Werke spiegeln diese künstlerische und intellektuelle Suche wider, ein ständiges Streben nach Sinn in einer sich ständig verändernden Welt.
In seinem künstlerischen Schaffen findet Mouss Black Inspiration in allem, was ihn umgibt: der Kakophonie städtischer Geräusche, dem brennenden Müll, dem sich mit rotem Staub vermischenden Motorrauch und der Atmosphäre von Ouagadougou, der Stadt, in der er lebt.
Während er Elemente wie von Termiten zerfressene Baumstämme, rostige Metallbleche und rissige, verwitterte Mauern betrachtet, nehmen in seinem Kopf Figuren Gestalt an. Manchmal sind diese Gestalten deutlicher zu erkennen; sie schwanken zwischen Mensch und Tier, dazu verdammt, in den Falten der Zeit gefangen zu bleiben, unfähig zu atmen.