Miriam Hamann: A Rendered Sky Of Measurable Forms
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Die Ausstellung widmet sich den Entdeckungen der sogenannten Harvard Computers – einer Gruppe von Astronominnen, die um 1900 den Nachthimmel kartografierten und damit die Grundlagen moderner Astrophysik legten. Ausgehend von historischen Fotoplatten werden handschriftliche Notizen, Sternspektren und fotografische Aufzeichnungen in Neonarbeiten und skulpturale Installationen übersetzt und neu transformiert.
Miriam Hamann taucht mit ihren Werken in unsere Lebensrealität ein und taucht wieder auf mit klaren, reduzierten, höchst ästhetischen Installationen und Objekten. Licht und Sound spielen eine gewichtige Rolle. Zwischen Objets Trouvés und alltäglicher Werksanfertigung kühlt die im oberösterreichischen Wels geborene Künstlerin den ersten physischen Eindruck – die psychischen Gefühlswelten lässt sie aber schließlich doch im Immateriellen erwachen. An der weißen Wand hinter ihr hängt nichts, geleerte Reduktion. Ein wenig Physik, etwas Technologie, eine Portion Naturwissenschaft und viele künstlerische Prozesse zur Erfassung ihrer und unserer Umgebung. Raum- und Zeitwahrnehmung sind sich ergänzende- und immerwährende Dimensionskomponenten. Das Große im Subtilen erfassen. In Wien lebend, im Ausland gereist, studiert, gearbeitet: Frankreich, Norwegen, Finnland, Niederlande, Deutschland – in Europa ist sie mit sich und den Arbeiten zuhause. Acht Preise und Stipendien und acht Residency-Aufenthalte. Wenn die Acht kippt wird sie unendlich. Seit 2012 ist Miriam Hamann´s Werk in Ausstellungen zu sehen, fokussiert auf örtliche Gegebenheit, Architektonik und zeitliche Zusammenhänge. Aus Arbeit entsteht Arbeit.
Claus Friede
Miriam Hamann ist Preisträgerin des Porsche Headlight Preises 2025. Ihre prämierte Neonarbeit swiftly and silently doing its work wurde anschliessend im Rahmen der „Lichtstadt Feldkirch“ präsentiert.