Martin Kaltner / Baurjan Aralov

Bildende Kunst Ausstellung
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2 Termine
Samstag 23. Mai
23. Mai
Sa
19:00
Eröffnung
Martin Kaltner / Baurjan Aralov
Sonntag 24. Mai - Sonntag 28. Juni
So 24. Mai -
So , 28. Juni
Ausstellung
Martin Kaltner / Baurjan Aralov

Galerie
Kunstfabrik Groß Siegharts

Martin Kaltner
Zur Eröffnung spricht: Dr. Herta Pümpel

Zug fährt ein, diese Bilder thematisieren eine Sekunde auf einer Stiege im Berliner Hauptbahnhof. Landschaften und Löcher sind Landschaftsbilder, Stadtansichten, die sich einerseits mit Baustellen in der Stadt beschäftigen und andererseits Ansichten bestimmter Zufälle und Ereignisse im städtischen Bereich in ganz Europa zum Thema haben. Schwerpunkte der Malereien sind u.a. die Wiener Großbaustellen der letzten Jahre, wie Hauptbahnhof, Westbahnhof oder Baustellen, deren optische Erscheinungen mich inspiriert haben.

Der Zug steht für die Bewegung, in der wir uns permanent befinden, und auch für die Eisenbahn als Massentransportmittel. Das Mittel der Malerei entsteht aus dieser Bewegung und den Zu- und Einfällen des Gestalters, abgesehen von der Handschrift, dem Duktus.

Weiters werde ich eine Grafikmappe (gedruckt mit und bei Wolfgang Buchta) in der Auflage von 10 Stück mit dem Titel der Ausstellung präsentieren, die 9 Farbholzschnitte der letzten 40 Jahre enthält und dessen inhaltlichen Schwerpunkt , dem Titel gemäß, Landschaften und Vögel sind.


Projektraum
Kunstfabrik Groß Siegharts

Baurjan Aralov
Zur Eröffnung spricht: Dominique Gromes

Die Ausstellung „Zwischen Feier und Erstarrung“ untersucht jene Wahrnehmungsräume, in denen das Vertraute seine Kontur verliert und Stück für Stück ins Unheimliche kippt. Silhouetten erscheinen bekannt, doch der Körper wirkt fremd, fragmentiert, entzogen.
Angelehnt an das Gefühl, wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen, wird der eigene Habitus fremd und die Körperwahrnehmung intensiviert.

Sehen wird Rauschen, Stille breitet sich aus.
Ein Puls in den Fingerspitzen, ein hohes Zischen im Ohr.
Die Arbeiten beziehen sich auf Erinnerungen an die eigene Kindheit; familiäre Rituale, Festlichkeiten und wiederkehrende Bilder des Zusammenkommens. Identitäten bleiben unklar: verdeckte Gesichter, schattenhafte Körper, Situationen zwischen Bewegung und Stillstand. Die Malerei untersucht Erinnerung als gegenwärtige Konstruktion. Die Bilder entstehen in einem offenen Prozess, in dem Formen auftauchen, sich aufösen oder als Spuren bestehen bleiben. In diesen Schichtungen überlagern sich Wahrnehmung und Erinnerung, bis eine fragile Ordnung sichtbar wird.

Aralovs Malerei hält jene Zwischenzustände fest, in denen das Eindeutige brüchig wird und flüchtige Eindrücke sich in offene, atmosphärische Bildräume verwandeln.

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