Marko Zink: Es ist kompliziert

Zeitgenössische Kunst Klangkunst Literatur Fotografie Ausstellung
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3 Termine
Donnerstag 30. Juli
Freitag 31. Juli - Samstag 15. August
Fr 31. Juli -
Sa , 15. Aug.
Ausstellung
Marko Zink: Es ist kompliziert
Samstag 15. August
15. Aug.
Sa
19:00
Finissage
Marko Zink: Es ist kompliziert

Mit Es ist kompliziert präsentiert die SSTR6 / Vinylograph vom 30. Juli bis 15. August 2026 drei zentrale Werkserien des österreichischen Fotografen Marko Zink. Im Mittelpunkt stehen analog entstandene Arbeiten, in denen Zink Mensch, Tier, Maschine und Natur zu hybriden Bildwelten verbindet und die Fotografie als Medium der Erinnerung und Dokumentation hinterfragt. Zugleich bringt die Ausstellung erstmals diese Werkserien mit der von Vinylograph produzierten Tonbildpostkarte zusammen, auf der Elfriede Jelinek ihren eigens für die Serie In der Maschine verfassten Text selbst eingesprochen hat. Damit treffen Fotografie, Literatur und Schallplatte in einem gemeinsamen Ausstellungsraum aufeinander.

Marko Zink ist ein Konstrukteur von Wirklichkeit. Er fügt zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört – Mensch mit Tier, Mensch mit Maschine, Mensch mit Mobiliar oder Mensch mit Natur. Das Trägermaterial, der analoge Film, wird vor der Belichtung mehrfach gekocht und darüber hinaus für einzelne Serien gezielt chemisch und mechanisch bearbeitet.

Die von ihm entwickelte Technik ist zu seiner unverwechselbaren Handschrift geworden. Das daraus resultierende Zerfallen der Negative setzt Zink bewusst als konzeptuelles Mittel ein und hinterfragt die grundlegenden Eigenschaften der Fotografie als Erinnerungs- und Dokumentationsträger.

Für die Serie In der Maschine verschaffte sich Marko Zink unerlaubt Zutritt zu leerstehenden Mietobjekten und versteckte sich in Haushaltsgeräten sowie im Mobiliar der Wohnungen. Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek widmete der Serie einen eigens verfassten und selbst eingesprochenen Text. Dieser erschien als von Vinylograph produzierte Tonbildpostkarte in Form einer eckigen Schallplatte und erweitert die fotografische Arbeit um eine akustische Ebene.

Die Serie Als die Tiere den Wald verließen widmet sich der Tierwelt und hinterfragt derenHandlungsmöglichkeiten, wenn der Mensch ihnen ihren Lebensraum nimmt. Dieses Spannungsfeld setzt sich in der Werkserie Tragödien fort: Ein Hybrid aus Mensch und Schwein steht einsam in einer Wasserlache – schutzlos und ausgeliefert. Auch dieser Serie widmete Elfriede Jelinek einen Text. Darin schreibt sie: „Sind das Tiere? Nein, das sind wir, aber mit Einsprengseln von Tieren. Tiere ohne Machtphantasien, welche nur Menschen haben.“

Öffnungszeiten
• Donnerstag, 6. August 2026, 18:00–20:00 Uhr
• Donnerstag, 13. August 2026, 18:00–20:00 Uhr
• sowie jederzeit nach Vereinbarung

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