Marie Langer – ein Leben zwischen Wien und Lateinamerika

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1 Termin
Donnerstag 2. April
2. April
Do
18:30
Präsentation bis 20:00
Marie Langer – ein Leben zwischen Wien und Lateinamerika
Veranstaltungsraum, 3. OG

Die atemberaubende Biografie von Marie Langer reflektiert die globalen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts.

Geboren 1910 in Wien, studierte sie Medizin und arbeitete in der Frauenabteilung einer psychiatrischen Klinik. Sie war Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs und ging 1936 mit ihrem späteren Ehemann Max Langer nach Spanien, um mit den Internationalen Brigaden gegen Franco zu kämpfen. Nach der Niederlage der Republikaner 1939 flüchtete das Paar nach Uruguay und kam 1942 nach Argentinien.

Dort arbeitete Marie Langer als Psychoanalytikerin und engagierte sich weiterhin politisch. 1974 musste sie Argentinien verlassen, weil ihr Name auf den Todeslisten der Alianza Anticomunista Argentina stand. Zunächst ging sie nach Mexiko, später nach Nicaragua, wo sie weiterhin als Analytikerin tätig war. Sie starb 1987 in Buenos Aires.

Langer ist eine der bekanntesten lateinamerikanischen Psychoanalytikerinnen. In Europa ist sie heute nahezu unbekannt. Ein Glück, dass sie die Erinnerungen an ihr aufregendes Leben selbst aufgeschrieben hat und wir so eine außergewöhnliche Frau wiederentdecken können.

Fesselnd und anhand zahlreicher Anekdoten plaudert Marie Langer in ihren „Erinnerungen” über ihre Kindheit und Jugend in Wien, ihre Familie, ihren Werdegang als Ärztin und Analytikerin, das politische Engagement nicht nur im Spanischen Bürgerkrieg und ihr Ankommen in Lateinamerika.

Ulrike Schmitzer hat die Erinnerungen von Marie Langer jetzt herausgegeben. Unter dem Titel „Während die Welt brennt, kann man nicht dasitzen und seinen Nabel betrachten” erscheinen sie bei Edition Atelier.

Neben Ulrike Schmitzer ist auch Irene Filip auf dem Podium, die Betreuerin des Spanienarchivs des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes. Es moderiert Matti Bunzl.

Ulrike Schmitzer. 1967 in Salzburg geboren, Studium der Publizistik und Kunstgeschichte; Redakteurin bei Ö1, freie Filmemacherin und Autorin in Wien. Für ihren Roman „Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt” erhielt sie den Sonderpreis des Staatspreises für Wissenschaftspublizistik (2016).

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