Maria Hanl: Die Brüchigkeit der Mitte
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Maria Hanl zeigt in der Ausstellung „Die Brüchigkeit der Mitte“ Arbeiten, die sich mit ihrer persönlichen Wahrnehmung gesellschaftlicher Verschiebungen und den emotionalen Bedingungen autoritärer Systeme auseinandersetzen.
Die Mitte gilt oft als Ort der Stabilität: vernünftig, demokratisch, zivilisiert. Doch gerade diese Mitte erweist sich immer wieder als fragil. Totalitäre Systeme entstehen nicht ausschließlich an den Rändern einer Gesellschaft, sondern aus Verschiebungen innerhalb des Alltäglichen – dort, wo Angst, Vereinfachung und das Bedürfnis nach Ordnung beginnen, Ambivalenzen zu verdrängen.
Man könnte sagen: Totalitarismus nährt sich dort, wo Menschen aufhören, Widersprüche und Mehrdeutigkeiten auszuhalten.
Maria Hanls künstlerische Sprache bleibt dabei unaufgeregt, zart und poetisch. Vielleicht liegt Widerstand heute nicht ausschließlich im großen politischen Zeichen, sondern auch darin, die Welt und uns Menschen weiterhin als berührbar zu erfahren.
Die Brüchigkeit der Mitte
Arbeiten von Maria Hanl
Kuratiert von Elisabeth Piskernik
in Kooperation mit Le Cube - independent art room