Magdalena Marsovszky: Die Bedeutung des Turuls in Ungarn

Theorie Zivilgesellschaft Geschichte Vortrag
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1 Termin
Mittwoch 29. April
29. April
Mi
19:00
Vortrag
Magdalena Marsovszky: Die Bedeutung des Turuls in Ungarn

Vortrag Magdalena Marsovszky
Die Bedeutung des Turuls in Ungarn

29. April 2026, 19 Uhr

Amt für Archiventropie
Mittersteig 13
1040 Wien

Im Rahmen des Turul-Manövers hält die ungarische Wissenschaftlerin Magdalena Marsovszky am 29. April um 19 Uhr im Amt für Archiventropie einen Vortrag über die mythologische Figur des Turuls. Sie umreisst Ihren Vortrag mit folgenden Worten:

“Der Ausgang der ungarischen Parlamentswahlen am 12. April 2026 gibt Anlass zur Hoffnung. Der dröhnende Jubel darüber, dass der „Mafiastaat“ verschwinde, „das Volk“ die „kolonisierenden Fesseln“ abgeworfen habe, und wieder eine „stolze Nation“ werde, übertönt jedoch die reflexive Frage, wie die Orban-Regierung es überhaupt fertigbrachte, stufenweise beinahe das gesamte politische, kulturelle und mediale Leben eines Landes gleichzuschalten.

Eines der wichtigsten Symbole in Ungarn ist der ‚Turul‘-Greiff, der von seiner ursprünglich apokryph-christlichen Konnotation im Mittelalter nach der Aufklärung eine völkische Transformation durchmachte und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts für die rassentheologische weiß-eurasische Abstammung steht. Nicht im Bewusstsein ist, dass das Symbol sogar Teil des ungarischen Grundgesetzes von 2012 ist. In meinem Vortrag beschreibe ich die Bedeutungsentwicklung des heute konstitutionell wichtigen Symbols und zeige an ausgewählten Beispielen die Wirkung seiner mobilisierenden Kraft auf.”

Magdalena Marsovszky, promovierte Sozialwissenschaftlerin, Mitglied der Forschungsgruppe ‚Autoritäre Entwicklungen, extrem rechte Diskurse, demokratische Resonanzen‘ an der Universität zu Köln. Letzte Publikation: ‚Erfindung und Okkultisierung des Magyarentums, der heilige Gral und die heilige ungarische Krone. Völkische Esoterik in Ungarn als Gegenkultur und Modernisierungsabwehr, Springer VS, 2025.

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#wirspeichernumzuvergessen

Im Rahmen von
Private Archives 1
Mit Dank an Verein Origami Wien, Haennim Amiri, Wanda Moser-Heindl, Franz Rumpler, Katalin Teller und viele Andere

Gefördert vom kollektiven Vorstellungsvermögen

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