Lucia Berlanga: Fuck Kehrarbeit

Bildende Kunst Ausstellung
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2 Termine
Freitag 29. Mai
29. Mai
Fr
18:00
Eröffnung bis 22:00
Lucia Berlanga: Fuck Kehrarbeit
Samstag 30. Mai - Freitag 19. Juni
Sa 30. Mai -
Fr , 19. Juni
Ausstellung
Lucia Berlanga: Fuck Kehrarbeit

In ihrer Arbeit untersucht die Künstlerin Lucia Berlanga die Diskrepanz zwischen den leuchtenden, märchenhaften Versprechen, mit denen wir aufwachsen, und der bitteren Realität, die sie verschleiern. Schon als kleine Mädchen werden uns Erzählungen eingepflanzt von Glück, Anpassung und Erfüllung, die in Wahrheit Werkzeuge sind, um uns in einem patriarchalen System klein zu halten und als funktionierende Rädchen in einer Maschinerie aus unbezahlter Care-Arbeit und emotionaler Erschöpfung zu missbrauchen. Ihre Bilder sind ein Akt des Aufwachens. Sie zeigen Körper, die sich gegen die ihnen zugewiesenen Rollen wehren. Die organische, fast unheimliche Formensprache macht den Prozess der Transformation sichtbar:

Das „weiche“, formbare Weibliche, das uns auferlegt wurde, beginnt in ihren Werken zu fließen und zu schmelzen. Es entgleitet den starren Normen, während die fließenden, wellenartigen Texturen für sie zum Symbol für den Widerstand gegen die erzwungene Statik werden. Doch ihre Arbeit endet nicht bei der Entlarvung der Gewalt. Inmitten dieser verzerrten Erzählungen liegt ein tiefer Wunsch nach Geborgenheit und einer Zugehörigkeit, die jenseits der gegebenen Strukturen existiert. Berlanga zeichnet die Sehnsucht, mit anderen Frauen in eine authentische Verbindung zu verschmelzen, ihre Urkräfte zusammenzuführen, um Räume zu erschaffen, in denen sie gesehen, gehört und gehalten werden. Es ist die Suche nach einer eigenen Art von Zuflucht, die nicht auf dem Funktionieren basiert, sondern auf dem gemeinsamen Sein. Sie fordert eine radikale Neupositionierung. Inmitten der Zerstörung dieser falschen Narrative sucht sie nach Resonanz. Ihre Malerei verhandelt die Sehnsucht nach einem Raum, der nicht durch patriarchale Ausbeutung definiert wird, sondern durch kollektive Urkraft. Ihre Arbeit ist ein Appell zur kollektiven Befreiung: das Funktionieren für das System zu beenden und stattdessen das Erschaffen für sich selbst zu beginnen.

Lucia Berlangas Kunst transformiert Schmerz in eine neue, fließende Stärke. Sie ist ein Manifest für die Rückeroberung von Autonomie und die utopische Kraft von Verbundenheit. Ihre Arbeiten rufen dazu auf, zu erwachen — zu erkennen, dass die vermeintliche Bestimmung ein Konstrukt zu unserem Nachteil war, und stattdessen eine neue, eigene Definition von Stärke zu entwickeln. Es ist eine dringende Notwendigkeit, diese Erzählungen zu hinterfragen, den Schmerz der Unterdrückung zu transformieren und gemeinsam einen Ort zu gestalten, an dem wir uns wahrhaftig begegnen können.

Die Ausstellung eröffnet am 29.05.2026 – Künstlergespräch um 19:00 Uhr, geöffnet von 18:00–22:00 Uhr und ist bis zum 19.06.2026 jeden Freitag von 18:00–22:00 Uhr zu sehen.

Last Little Haven ist eine ortsspezifische Installation, die eine (fiktive) Lesben-/Queer-Bar aus den 1930er bis 1950er Jahren neu interpretiert. Die sogenannte Art Bar fungiert sowohl als partizipativer als auch als kooperativer Ausstellungsraum. Besucher*innen sind eingeladen, sich durch einen Besuch in der Bar aktiv an dem Projekt zu beteiligen. Ein besonderes Highlight ist die Präsentation der weltweit größten privaten Sammlung von Artefakten zur Geschichte lesbischer Bars, die hier erstmals öffentlich zugänglich gemacht wird.

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