Love Me Gender

Darstellende Kunst Performance
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1 Termin im Archiv
bis Samstag 19. November
18. Nov. 2016 -
Sa 19. Nov. 2016
20:00
Love Me Gender

Performing Feminisms
Internationales Festival | Eigenproduktion

ROHN/WÆRSTED (A/NOR): Collateral Damage
Live Art-Performance

To protect. To control. To separate. To label. To define. To keep out. To keep in. To discipline. To be different. To take possession. To not become too big. To not become too small. To be one.

Inwiefern ist ein Körper ein Territorium, wo sind seine Grenzen und wie kann dieser kartiert werden?
Wo hört Körperoptimierung auf, wo fängt Verstümmelung an?
Und provokativ gefragt: Was ist der Unterschied zwischen weiblicher Genitalbeschneidung und Genitoplastik aus nicht-gesundheitlichen Gründen?
Körper und Grenzen – endet alles in einer Frage von Invasion versus Beschützung?

Weibliche Körper wurden und werden immer wieder zu Schlachtfeldern für häusliche als auch politische Konflikte gemacht – sowohl historisch als auch heute. Mütter als Gebärmaschinen für die Nation, Vergewaltigung als militärische Strategie, im Dienste der Schönheit beschnittene Körper…
In ihrer Live Art-Performance Collateral Damage zeigt das Österreichisch-Norwegische Duo ROHN/WÆRSTED provokative Verbindungen zwischen Nation und Schönheitskult, Krieg und Mutterschaft, plastischer Chirurgie und Identität. Die Künstlerinnen arbeiten am Reibungspunkt zwischen Forschung, zeitgenössischem Tanz, visueller Kunst und Theater und experimentieren mit Manipulation, Zeichnung, sich bewegenden menschlichen Skulpturen und dokumentarischem Material.

ROHN/WÆRSTEDs gemeinsame künstlerische Praxis kreist um Genderrollen, Körper, weibliche Sexualität auf der einen Seite und Spielfertigkeit in der Kunst, Berührungen, Publikumsinteraktion und Installationen an der Grenze zur Performance auf der anderen Seite. Ihr gemeinsames Werk umfasst die folgenden Projekte: die Kurzperformance und Fotoserie The Bikini Effect, die sich mit der Sexualisierung von weiblichen Körpern auf der Basis von Akten des Be- und Aufdeckens beschäftigt, die Kurzperformance Navel (mit Sofia Morandotti) über Ängste und Tabus, die mit dem Mutterwerden assoziert sind, das Tanztheaterstück [Up]Root (mit Sophie Connon), das die Kraut/Unkraut-Dichotomie auf den weiblichen Körper übertrug, die partizipatorische öffentliche Installation DO TOUCH THE ARTWORK sowie ihr andauerndes Performanceprojekt Collateral Damage.

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