Mit humorvollem Blick nimmt Lisa Großkopf das Diktat zur permanenten Selbstoptimierung ins Visier. Sie beleuchtet ein bedenkliches Weltbild, das die Verantwortung für das Lebensglück primär dem Individuum zuschreibt und wesentliche Einflussgrößen wie strukturelle Ungleichheiten und soziale Benachteiligungen weitgehend ausblendet. Dem neoliberalen Leitbild, wonach sich Gesundheit, Attraktivität und Zufriedenheit allein durch Fleiß und Disziplin ins Unermessliche steigern ließen, begegnet Großkopf mit der Realität durchkapitalisierter Gesellschaften. In diesen ist das unermüdliche Streben nach Perfektion vor allem eines: eine Frage des Geldes. Ein zentrales Element der Ausstellung ist die Auslagefläche der ehemaligen Drogerie, die ästhetische Anleihen an realen Verkaufsräumen nimmt. Die dort gezeigten Arbeiten imitieren Präsentationsformen des Einzelhandels und spielen mit den Erwartungshaltungen der Passant:innen. In ihren performativen Foto- und Videoarbeiten zerlegt die Künstlerin mit ironischer Präzision die Werbeversprechen historischer wie aktueller Produkte, die schnelle Erfolge bei minimalem Aufwand verheißen. Dabei enthüllt sie die Kontinuitäten der Kommerzialisierung von Wohlbefinden ebenso wie die verführerische Wirkungskraft pseudo-wissenschaftlicher Rhetorik.
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Montag
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Ausstellung
Lisa Grosskopf: Schöner Schwitzen
Mittwoch
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Mi
19:00
Eröffnung
Lisa Grosskopf: Schöner Schwitzen