Lineare Strukturen im Dialog mit expressivem Duktus
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Eine Duo-Ausstellung von Judith P. Fischer, Lehrende der Abteilung Aktzeichnen an der Angewandten, und Wilhelm Drach, Maler.
Eine Linie kann das Ergebnis einer Bewegung, einer Geste sein – die Summe aller Linien in einem Werk ist ein Feuerwerk an Emotion, an Komposition. Wie unterschiedlich und gleichzeitig beziehungsvoll Feuerwerke zusammen leuchten können, zeigen die Objekte von Judith P. Fischer und die Bilder von Wilhelm Drach.
Wilhelm Drach malt Visionen aus Farben, Flächen und markanten Pinsellinien, die sich erst im Arbeitsprozess zu konkreten Bildern formieren. Seine Malerei ist immer das Resultat ausgewogener, hart erarbeiteter intuitiver Sinnlichkeit. Protagonist in all seinen Werken ist stets sein kraftvoll gestischer Duktus, dem der Regisseur Drach größtmögliche Freiheiten einräumt, ja einfordert.
Judith P. Fischer forscht, formt und vernetzt elastische Linien zu rhythmischen Strukturen. Es sind Raum-Objekte, die Bewegung abbilden und somit räumliche Variabilität kommunizieren. Ihre solcherart labyrinthartigen Verflechtungen reichen von symbolhafter Reduktion bis verschachtelt amorphe Installation. Bewegung impliziert Zeit, an Judith P. Fischers Formen haftet zudem Zeitlosigkeit.