Leonardo, Abend XVIII

So sind wir (nicht)
Theorie Diskussion
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1 Termin
Donnerstag 19. März
19. März
Do
19:00
Diskussion
Leonardo, Abend XVIII

Psychoanalytischer Großgruppendialog -
Leonardo. Zirkel für psychoanalytische Kulturkritik

mit Christian Schüller, Amelie Zadeh, Ulrike Körbitz, Willi Stelzhammer, Florian Fossel, Rainer Gross, Beate Hofstadler, Ulrike Kadi und Sama Maani

Die legendäre Rede eines Bundespräsidenten angesichts von korrupten Abgründen in Politik und Gesellschaft, in die wir nolens volens miteinander blicken mussten, liegt einige Jahre zurück. “So sind wir nicht”, hat er gesagt. Darauf können sich fast alle schnell einigen.

Aber wie sind wir denn? „Es is hoid so“, heißt es im Text eines zeitgenössischen Liedes (Trio Lepschi). „A Glück hod ned a jeda. A gwissa Untaschied muass hoid in Leben sein. Der aane ist hoid gscheid, da aundre bleda. Der aane geht hoid aus, da aundre ei.“

In einer zunehmend unübersichtlichen Welt fällt es mitunter schwer, sich zu verorten, vertretbare Standpunkte zu finden, haltbare Bindungen zu knüpfen. Wer sind wir und wer sind die anderen? Die Fähigkeit, zwischen uns und den anderen zu unterscheiden, ohne den:die andere:n destruktiv zerstören zu wollen, gilt es früh im Leben zu erwerben. In Zeiten, in welchen narzisstische Größenphantasien vielerorts salonfähig geworden sind und den Lauf der Welt zu bestimmen scheinen, ist es gar nicht leicht, zu denken oder gar zu sagen, wer wir selbst sind.

Christian Schüller, geboren 1958 in Wien. Studium der Linguistik. Ab 1977 Reporter für Radio und Fernsehen, Korrespondent in den USA, in Lateinamerika, der Sowjetunion, in der Türkei und im Iran. Gestalter zahlreicher TV-Dokumentationen und Sozialreportagen im In- und Ausland. In späteren Jahren gruppenanalytische Ausbildung und Tätigkeit als Supervisor im Krankenhausbereich. Seit 2022 Chefredakteur der Zeitschrift Das Jüdische Echo und stellvertretender Obmann des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung. Regelmäßige Workshops mit Schüler:innen in der Demokratiewerkstatt des Parlaments.

Amelie Zadeh Studium der Bildenden Kunst & Kulturwissenschaft in Wien und Hamburg, seit 2022 Ausbildungskandidatin am Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse. Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist das Ausloten der Grenzen zwischen Bild und Text durch künstlerische Forschung, Schreiben und kuratorische Projekte. Neben der Tätigkeit in eigener Praxis Mitarbeiterin bei PVE Döbling, Wiener Ambulanz f. psychoanalytisch-psychotherapeutische Versorgung, Mitglied der Forschungsgruppe „Neue Symptome” (WAP Wien).

Rainer Danzinger (✝), Psychoanalytiker, Gruppenpsychoanalytiker, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Univ.-Prof. für Psychiatrie an der Medizinischen Universität Graz und Maler.

Florian Fossel, Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker in freier Praxis. Ehemaliger Leiter der Fachsektion Gruppenpsychoanalyse im ÖAGG. Veranstalter des Mittwoch-Salons im Café Korb.

Rainer Gross, Psychiater und Psychoanalytiker. Nach 35 Jahren Tätigkeit in der Akutpsychiatrie jetzt nur mehr in privater Praxis in Wien.

Beate Hofstadler, Psychoanalytikerin in freier Praxis, Wien. Studium der Psychologie, Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Sozialwissenschaftliche Forschungstätigkeiten und Lehraufträge für Qualitative Sozialforschung, Psychoanalyse und Film.

Ulrike Kadi, Psychoanalytikerin (WAP/IPA), Philosophiewissenschafterin, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin an der Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien und in freier Praxis.

Sama Maani, Psychoanalytiker, Psychiater und Schriftsteller. Publikationen (u.a.): Warum wir Linke über den Islam nicht reden können (Essayband, 2019), Žižek in Teheran (Roman, 2021), Warum uns der Iran nicht wurscht sein sollte – und Sigmund Freud und Robert Musil auch nicht (Essayband, 2023).

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