Kultur als fehlendes Nachhaltigkeitsziel?
Zeitgenössische Kunst Theorie Diskussion
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Empfehlungen des UNESCO-Weltberichts zur Kulturpolitik für die Zukunft der Post-2030-Agenda
Die UNESCO-Kommissionen von Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz laden zur deutschsprachigen Veröffentlichung des UNESCO-Weltberichts Culture: The Missing SDG. Mit Alexandra Xanthaki, UN-Sonderberichterstatterin für kulturelle Rechte, sowie Prof. Dr. Julius Heinicke, Andrea Schöne, Edgar Honetschläger und weiteren Gästen diskutieren wir die Rolle von Kultur für nachhaltige Entwicklung und die Forderung nach einem eigenen Nachhaltigkeitsziel für Kultur.
Kultur trägt zu gesellschaftlichem Zusammenhalt, nachhaltiger Entwicklung, Teilhabe und Frieden bei. Dennoch ist sie in den aktuellen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bislang nicht als eigenständiges Ziel verankert. Während die internationale Gemeinschaft über die Ausgestaltung einer Agenda nach 2030 diskutiert, gewinnt die Forderung nach einem eigenen Nachhaltigkeitsziel für Kultur weltweit an Unterstützung. Wichtige Impulse dafür gingen zuletzt von den UNESCO-Weltkulturkonferenzen MONDIACULT 2022 und 2025 sowie der Ausrufung der Internationalen Dekade „Kultur für nachhaltige Entwicklung“ (2027–2036) aus.
Vor diesem Hintergrund laden die UNESCO-Kommissionen von Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zur deutschsprachigen Veröffentlichung des UNESCO-Weltberichts zur Kulturpolitik Culture: The Missing SDG ein. Der Bericht bündelt erstmals umfassende globale Erkenntnisse zu Kulturpolitik und nachhaltiger Entwicklung und liefert wichtige Impulse für die internationale Debatte über die Rolle von Kultur in der zukünftigen globalen Entwicklungsagenda.
Nach einem künstlerischen Auftakt von listentojules stellt die UN-Sonderberichterstatterin für kulturelle Rechte, Alexandra Xanthaki, die zentralen Empfehlungen des Berichtes vor. Im anschließenden Gespräch mit Prof. Dr. Julius Heinicke (Uni Hildesheim), Andrea Schöne (Journalistin), Edgar Honetschläger (Künstler, Filmemacher) und weiteren Gästen diskutieren wir, warum Kultur stärker in einer globalen Nachhaltigkeitsagenda verankert werden sollte und welchen Beitrag die deutschsprachige Region dazu leisten könnte.
Die Online-Veranstaltung findet am 4. November 2026 von 11:00 bis 12:30 Uhr statt. Sie wird in deutscher und englischer Sprache mit Simultanübersetzung angeboten.
Die Veranstaltung findet mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport statt.
Programm
Begrüßung
Prof.in Dr.in Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission
Prof.in Dr.in Sabine Haag, Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission
Prof. Dr. Thomas Zeltner, Präsident der Schweizerischen UNESCO-Kommission
Künstlerischer Kommentar
listentojules (Singer, Guitarist & Songwriter, UNESCO Creative City Mannheim)
Impulsvortrag: Warum Kultur ein eigenes Nachhaltigkeitsziel braucht
Prof.in Dr.in Alexandra Xanthaki, UN-Sonderberichterstatterin für kulturelle Rechte
Perspektiven aus Wissenschaft, Kunst und Zivilgesellschaft
Prof. Dr. Julius Heinicke, Universität Hildesheim
Andrea Schöne, Journalistin, Autorin und Moderatorin
Edgar Honetschläger, Künstler, Filmemacher
Q&A mit dem Publikum
Abschluss und Ausblick
Dr. Lutz Möller, Stellvertretender Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission