Konferenz Übersetzen
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Haben Sie richtig gelesen? Ilse Aichinger hat übersetzt? Aus dem Ungarischen? Obwohl das Übersetzen eine wichtige Rolle in ihrer Poetik spielt, sind kaum konkrete Übersetzungen von ihr erschienen. Bekannt sind einzig Übersetzungen von vier Gedichten des ungarischen Dichters János Hegedüs, erschienen in der Anthologie »Im Frührot. Gedichte der Ungarn« (1957) zur Unterstützung der Ungarischen Revolution 1956: Die Eule, Der Adler, Liu und Weiße Verse. Die Person des Dichters ist weitestgehend unbekannt, Gedichte von ihm wurden selten veröffentlicht. Nach umfassenden Recherchen konnten wir für eines der vier Gedichtübersetzungen ein ungarisches Original finden (A Bagoly / Die Eule). Für die anderen gilt, dass es sich um Übersetzungen handelt, für die es kein ungarisches Original (mehr) gibt. Den vier Übersetzungen Aichingers möchten wir uns eingehend widmen.
In einem zweitägigen Workshop werden wir zusammen mit dem ungarischen Dichter und Übersetzer Ferenc Szijj Aichingers Übersetzungen einerseits als eigenständige Gedichte lesen und andererseits den Blick öffnen für klanglich-sprachliche Phänomene, in denen das Ungarische durchscheint.
Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit zwischen Versatorium und dem Ilse-Aichinger-Haus, das für die Dauer der Veranstaltung in unseren Räumlichkeiten Am Modenapark zu Gast ist:
Am 6. und 7. November, jeweils 10–18 Uhr,
Am Modenapark 8–9/6/R01, 1030 Wien.
Die Veranstaltung ist öffentlich und frei; wir bitten aber um eine Anmeldung unter:
konferenz@versatorium.at