Karl-Heinz Klopf: Ich bin zum ersten Mal hier
Zeitgenössische Kunst Installation
Verbindung zu esel.at
Wo sich zuvor weit verzweigte Gleisanlagen befanden, entstand mit dem Wohnbezirk rund um die Straße „An den Kohlenrutschen“ ein völlig neuer Stadtteil. Nach einer kompletten Transformation leben und arbeiten hier nun tausende Menschen. Für viele bedeutet es die Ankunft an einem Ort, der für sie bis dahin fremd war.
Ich lebe bereits sehr lange im Czerninviertel, an der gegenüberliegenden Seite des Pratersterns, und war erst vor kurzem das erste Mal in diesem neuen Stadtteil. Es war ungewohnt, in unmittelbarer Nähe meines regulären Aktionsradius eine Nachbarschaft mit gänzlich neuen Bauten und dadurch einer so vollkommen anderen Wien-Atmosphäre vorzufinden.
Das Projekt ICH BIN ZUM ERSTEN MAL HIER geht von dieser persönlichen Erfahrung aus. Es thematisiert modellhaft die Überformung und Verwerfung von Bodenflächen, imaginären Landschaften oder Territorien durch technische Eingriffe. Die zweiundzwanzig Buchstaben der Schaufensterarbeit verkörpern solche Eingriffe und führen gleichzeitig zur Fragmentierung des zuvor quasi unberührten malerischen Terrains. Die Installation bildet durch ihre Präsenz im öffentlichen Raum eine Resonanz für alle, die hier zum ersten Mal vorbeikommen.
Neuankömmlinge willkommen! KHK
Karl-Heinz Klopf
eingeladen von:
Das selbstverwaltete Hausprojekt Kohlenrutsche wohnt seit Herbst 2019 im Haus Am Tabor 29 im zweiten Bezirk. Die Projektgruppe Schaufenster (Sabine Bitter, Christina Linortner, Helmut Weber und Julia Wieger) lädt Künstler:innen dazu ein, sich mit Formen und Bedingungen des Zusammenlebens in der Stadt zu beschäftigen.