Irena Pejčić: Ticktack
Zeitgenössische Kunst Zivilgesellschaft Ausstellung
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26 Köpfe aus Gips. Angedeutet, namenlos, unübersehbar. Die Zahl ist kein Zufall: 2023 wurden in Österreich 26 Frauen Opfer eines Femizids. Irena Pejčić überführt diese Statistik in skulpturale Präsenz – seriell und doch singulär, stumm und doch fordernd. Jede der identischen Formen steht für ein Leben, das aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verschwinden droht, sobald die Schlagzeile verblasst. Ticktack ist kein Mahnmal im klassischen Sinne. Es ist ein Takt, der nicht aussetzt. Ein Rhythmus aus Wiederholung und Unausweichlichkeit. Die Uhr läuft. Die Zahlen kehren wieder. Was bleibt, wenn Sprache versagt, ist Form. Sechs bis sieben Kilogramm Gips pro Skulptur. Ein Gewicht, das sich mitteilt.
Der Eröffnungsabend wird von DJ Artemuse begleitet.
Vernissage: 28.5. / 18–22 Uhr
Öffnungszeiten: 29.–31.5. / 14–18 Uhr
Ein Projekt in Kooperation mit dem Independent Space Index Festival und den Bezirksfestwochen Rudolfsheim-Fünfhaus.