Ingeborg Bachmann: Malina

Literatur Theater Theateraufführung Musikperformance Lesung
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1 Termin
Freitag 28. August

‚Reading Performance‘
mit Juliane Werner – Sprecherin
und Lens Kühleitner – Live-electronics, Stimme
Eingerichtet von Sabine Mitterecker

„Es gibt nicht Krieg und Frieden…Es ist Krieg. Und du bist der Krieg. Du selber.“
Ingeborg Bachmann: Malina
Der große Roman der großen Ingeborg Bachmann Ingeborg Bachmann: Malina kommt anlässlich des 100. Geburtstages der Autorin in einer ‚reading performance‘ mit Juliane Werner und Lens Kühleitner, eingerichtet von Sabine Mitterecker, am 28. August 2026 auf die Sommerbühne ins Museumsquartier Wien. MALINA, 1971 erschienen, fesselt und wühlt auf – ungebrochen – die Erfahrungen der literarischen Figuren hallen im heute wider. Im Schatten ihrer Abgründe ist das Ringen um die Schönheit einer Sprache immer präsent, die – wie Ingeborg Bachmann es formulierte – als Platzhalter der menschlichen Stimme an den Hoffnungen festhält, egal wie das Wort Zukunft buchstabiert wird. Mit radikal poetischen Mitteln hat Ingeborg Bachmann in diesem einzigen zu Lebzeiten publizierten Roman, der den Auftakt zum Zyklus ‚Todesarten‘ bildet, als erste Frau der deutschsprachigen Literatur nach 1945 das Weiterwirken des Krieges, der Zerstörung und des Verrats in der Gesellschaft in den Beziehungen zwischen Männern und Frauen auf unvergleichliche Art und Weise beschrieben. Weg mit dem Bild von der zarten, scheuen, jungen Ingeborg Bachmann aus unseren Köpfen – wir feiern mit dem Abend eine der wichtigsten österreichischen und deutschsprachigen Autor:innen, die vielleicht erst heute befreit aus den Fängen eines männlichen Blicks und biografischer Zuschreibungen gelesen werden kann.

„…eine Biographie ist ein zu weiches Bett für die Werke der Bachmann, und ein solches Bett steht uns nicht zu.“
Elfriede Jelinek: Der Krieg mit anderen Mitteln Über Ingeborg Bachmann
Eine Produktion von INNSBRUCK INTERNATIONAL. Biennial of the Arts 2026, uraufgeführt am 1. Mai 2026, Rechte: Suhrkamp Verlag

Juliane Werner
Juliane Werner lebt in Berlin, nach der Ausbildung am Mozarteum und Festengagements am Schauspielhaus Graz, Residenztheater München freie Schauspielerin an der Schnittstelle von Theater, Performance, Live Art, Film und Musik u.a. an der Berliner Volksbühne, den Sophiensälen, HAU Hebbel am Ufer. In Zusammenarbeit u.a. mit Ernst M. Binder und Nicolas Stemann Uraufführungen von Jelinek-Texten (‚Das Werk‘ Burgtheater Wien 2003, eingeladen zum Berliner Theatertreffen). Seit 2003 wiederholt Zusammenarbeit mit Christine Gaigg 2nd nature. So auch kürzlich im Rahmen von ImPulsTanz Vienna International Dance Festival. Erste Zusammenarbeit mit Sabine Mitterecker 2026 ‚Malina‘ von Ingeborg Bachmann.

Lens Kühleitner
Lens Kühleitner lebt in Wien und arbeitet an der Schnittstelle von Musik, Performance und Komposition – regelmäßig in Theater-, Tanz- und Performancekontexten. Im Zentrum stehen eine besondere Sensibilität für Resonanz und das kollaborative Komponieren. Kühleitners Praxis verbindet experimentelle Musik, Stimmarbeit, Bewegung und Performance. Zu jüngsten Arbeiten zählt die Soundperformance ‘trace my layers, thrust your guts’ mit Olivia Hild (brut Wien) sowie zahlreiche Kollaborationen u.a. am Schauspielhaus Wien, Kosmos Theater Wien, Tanzquartier Wien, Köttinspektionen Dans, TdK Zürich, Slovakisches Nationaltheater, Dansverkstædid Reykjavik. Unter dem Namen Lan Rex hat Lens Kühleitner drei EPs auf dem Label Tender Matter sowie ein Album als Teil des Duos TEARING mit Manu Mayr veröffentlicht.

Sabine Mitterecker
Sabine Mitterecker lebt in Wien, studierte Theaterwissenschaft und Romanistik an der Universität Wien, arbeitet seitdem als Regisseurin u.a. am Schauspielhaus Wien, Volkstheater, Landestheater Linz, Théâtres de la Ville de Luxembourg, Nationaltheater Tirana, SARTR Theatre of War Sarajevo. Unter ihrem Label theaterpunkt produziert und koproduziert sie in Wien und international. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, Produktionen auf Deutsch, Englisch, Bosnisch/Serbisch/Kroatisch und Albanisch, Texte von Elfriede Jelinek (RECHNITZ, SCHATTEN/SHADOW), Thomas Bernhard (HELDENPLATZ, AM ZIEL, FROST), Johann N. Nestroy, Heinrich v. Kleist, Sarah Kane, Molière, Werner Schwab und anderen. Nestroy-Preis 2000, Nestroy-Preis 2010 für FROST im mumok Wien.

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