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Bildende Kunst Fotografie Ausstellung
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2 Termine
Donnerstag 5. März
5. März
Do
19:00
Eröffnung
(In)visible
Freitag 6. März - Freitag 27. März
Fr 6. März -
Fr , 27. März
Ausstellung
(In)visible

Die Ausstellung (IN)VISIBLE verbindet die Arbeiten beider Künstler durch das gemeinsame weltumspannende Thema, die Tabus um Homosexualität, Alter und Tod. In einer Erweiterung unserer Ausstellung werden gleichzeitig Fotografien von Stefan Kleinowitz auch im benachbarten Café „Göttlich und Freud“ in der Berggasse 17 präsentiert.

„ANIMA“
Stefan Kleinowitz – Österreich/Senegal – C-Prints (50,8cm x 63,5cm) – 2025
„Anima“ ist der sanften und weiblichen Energie des Mannes gewidmet, und ist ein persönliches und fortlaufendes Fotoprojekt. Die Fotoserie begann vor etwa sieben Jahren, als ich zwischen Johannesburg und Wien lebte. Während dieser Zeit habe ich Männer und Frauen getroffen, die sich wohl dabei fühlten, männliche und weibliche Energien zum Ausdruck zu bringen. Sie fühlten sich frei und wurden nicht gezwungen, ihre Identität zu verbergen.

Aber in den letzten vier Jahren fotografierte ich junge Männer, die in Dakar leben. Senegal ist eine sehr religiöse und islamische Gesellschaft, in der es Männern verboten ist, ihre Anima zu leben und anzunehmen. Nicht konforme Gefühle werden als abnormal bezeichnet. Mit der Anima ist ein sehr großes Tabu verbunden, und Männer, die sich anders fühlen oder ihre weibliche Energie zum Ausdruck bringen wollen, erleben Marginalisierung und Missbrauch aller Art.

Die Holzmasken stellen die soziale Maske dar, welche Männer jeden Tag aufsetzen um sich zu schützen. Die Maske ist immer eine weibliche Maske, die ihre Anima repräsentiert und sie gleichzeitig vor Beleidigungen und Aggressionen der Menschen bewahrt. Erst wenn sie sich sicher und wohl fühlen, und Vertrauen aufgebaut haben, kann die soziale Maske auch abgenommen werden.

„SANGKHARA“
Chanawe Pimpu – Thailand – Farbstift und Pyrographie auf Sperrholzplatten (div. Größen) 2025
Spuren der Transformation und die Vergänglichkeit des menschlichen Körpers verankert im buddhistischen Begriff Sangkhāra untersucht dieses Werk den Körper als wandelbare, zeitgebundene Form. Sperrholz fungiert als Stellvertreter für menschliche Haut; seine natürliche Maserung spiegelt die Texturen und Eindrücke wider, die der Alterungsprozess hinterlässt. Durch geschichtete Farbstiftarbeit und kontrollierte Brandspuren rückt das Werk den stillen Abbau des körperlichen Selbst in den Vordergrund und verweist auf die Unbeständigkeit als grundlegende Bedingung unserer Existenz.

Geprägt von der wahrheitssuchenden Perspektive der realistischen Kunstbewegung versteht diese Serie ältere Menschen als lebendige Archive von Erinnerung und Wandel. Ihre vom sichtbaren Verlauf der Zeit gezeichneten Körper dienen als Ausgangspunkt für weiterführende Reflexionen über Altern, Verletzlichkeit und den universellen Prozess des Vergehens.

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