Im Taubenschlag
Theater Theateraufführung
Verbindung zu esel.at
von Veronika Glatzner und Barbara Juch
Uraufführung | Eigenproduktion
Premiere: Mi., 07. Okt. 2026 | 20:00
Weitere Termine: 9./10./13./14.*/15.**/16./17./20./21./22. & 23. Okt. | 20:00
* Einführungsgespräch um 19:00 Uhr | ** Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung
Mein Lippenstift ist vorne rot und hinten eine Pistole.
Vertausche die Enden nicht.
Passwörter knacken, Pässe fälschen, Informanten verführen, Desinformation streuen, Journalist*innen auflauern, Staatssicherheits-Laptops verscherbeln: Als Geheimagentin hat man einiges zu tun, vor allem wenn man vom russischen Geheimdienst im Wien der Gegenwart eingesetzt ist.
Im Taubenschlag zeigt drei Agentinnen bei der Arbeit. Sie sind in einem geheimen Hinterzimmer zusammengekommen, um sich dort mit allen Mitteln der Spionage-Kunst für eine streng geheime Operation – die Operation AUT – vorzubereiten. Ihr Ziel ist nichts weniger, als den Untergang des Westens voranzutreiben und das Misstrauen der Menschen gegenüber der Demokratie und ihren Institutionen noch ein gehöriges Stück weiter zu erschüttern.
Ein bisher leichtes Spiel, schließlich nimmt Wien als Einfallstor zwischen West und Ost und seiner hohen Dichte an internationalen Organisationen eine nützliche Rolle in Russlands hybrider Kriegsführung gegen den Westen ein – das haben mehrere pro-russische Spionage-Fälle der jüngsten Zeit deutlich gezeigt. Dazu kommt, dass das neutrale Österreich im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern bisher kein Anti-Spionagegesetz hat. Wien bleibt also vorerst geheimdienstlicher Taubenschlag. Aber wie lange noch?
Die drei Agentinnen legen derweil gleiche Perücken auf, üben sich in Sowjetromantik und spielen aufgeflogene Operationen durch. Doch auch die Stimmung untereinander kippt bald ins Misstrauen: Spielt eine von ihnen ein falsches Spiel? Haben sie der falschen Person vertraut? Als Agentin sollte man es doch eigentlich besser wissen, denn es gurrt einem im Kopf: Man darf auf dieser Welt niemandem vertrauen, sonst fliegt man am Ende auf.
Regie: Veronika Glatzner | Dramaturgie & Text: Barbara Juch | Bühne & Kostüm: Laura Malmberg, Paul Sturminger | Regieassistenz: Sára Köhnlein
Mit: Ana Grigalashvili, Julia Schranz, Halka Jeřábek Třešňáková