ich sehe was, was du nicht siehst. aber ich mach die augen zu
Zeitgenössische Kunst Fotografie Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Lea Werry, Paula Lechler, Emilia Scharabi
Grenzen sind überall, aber sie betreffen nicht alle gleichermaßen. Manchmal nicht wahrnehmbar, manchmal fast unüberwindbar. Sie verlaufen zwischen Nationen und Nachbarschaften, zwischen Geschlechtern, Generationen und Überzeugungen. Sie zeigen sich in der Architektur ebenso wie in sozialen Strukturen, in digitalen Räumen und in unseren eigenen Gedanken.
Die Ausstellung “ich sehe was, was du nicht siehst. aber ich mach die augen zu” vereint künstlerische Positionen, die den subtilen Formen von Trennung und Ausgrenzung in der Gegenwart nachspüren. Durch Texte, Fotografie, Installation und Video beleuchten die Künstlerinnen, wie Kontrolle, Ordnung, Machthierarchien und Privilegien sich räumlich manifestieren und wie diese unsichtbaren Grenzen unser Empfinden von Zugehörigkeit, Sicherheit und Identität prägen. Anstatt Grenzen als feste Strukturen darzustellen, offenbaren die Arbeiten sie als machtideologische, psychologische, kulturelle und emotionale Konstrukte.
“ich sehe was, was du nicht siehst. aber ich mach die augen zu“ lädt dazu ein, genauer hinzusehen, die verborgenen Barrieren unseres Alltags zu erkennen und sich vorzustellen, was möglich wird, wenn sie zu bröckeln beginnen.