Hermann Nitsch: Das letzte Abendmahl
Zeitgenössische Kunst Bildende Kunst Performance Kunst Ausstellung
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Eine Ausstellung zur sinnlichen Intensität von Kult- und Ritualvorgängen rund um das letzte Abendmahl.
In seiner Auseinandersetzung mit dem Motiv des letzten Abendmahles bezog sich Hermann Nitsch nicht auf das Johannes Evangelium, dem das berühmte Bild von Leonardo folgt. Die eucharistischen Kult- und Ritualvorgänge interessierten ihn vorrangig wegen ihrer sinnlichen Intensität und hermetischen Dichte des Symbolgehalts. Kelche, Monstranzen, Wein- und Wasserkännchen, Hostien, gefaltete weisse Tücher, Gold- und Silberschalen und vor allem die Ritualgewänder, Stolen und Messgewänder übten eine starke Wirkung auf ihn aus.
In den Jahren 1976 bis 1979 arbeitete Nitsch an der Zeichnung „Das letzte Abendmahl“, die er auf nur einem einzigen Blatt Papier realisierte. Im Jahr 1983 wurde dieses Werk erstmals als Siebdruck aufgelegt. Im Jahr 2021 kam es zu einer Neuauflage dieser Arbeit auf mit leuchtende Farben beschütteten Tüchern, die die Auferstehung „des gescheiterten Helden“ bereits vorwegnehmen.
Die Ausstellung wird am Donnerstag, 12. März 2026 um 19 Uhr in der Nitsch Foundation in Wien eröffnet.