Harkeerat Mangat: Getting In
Performance Kunst Darstellende Kunst Performance
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Die Arbeiten von Harkeerat Mangat untersuchen wie Bedeutung im Laufe der Zeit entsteht. Getting In [Einstieg] ist eine neue Performance, die sich mit unserer Abhängigkeit von anderen auseinandersetzt, wenn es darum geht, die Wahrheit über etwas Geschehenes zu verstehen.
Maria kehrt nach Hause zurück, nachdem sie sich um ihre Mutter gekümmert hat und stellt fest, dass der Zugangscode zu ihrem Gebäude geändert wurde. Vor der verschlossenen Tür muss sie ihre exzentrischen Nachbar*innen davon überzeugen, sie hereinzulassen. Während Marias Sprache unverständlich bleibt, schildern die vier Nachbar*innen, die in unterschiedlichen Sprachen mit ihr sprechen, jeweils eine andere Version der Ereignisse. Im Laufe der Nacht driften ihre Erzählungen zunehmend auseinander und führen schließlich zu vier völlig unterschiedlichen Schicksalen für Maria.
Getting In stellt die Frage: Was geschieht, wenn es keine einzige maßgebliche Darstellung gibt? Die vier Erzähler*innen können nicht alle recht haben, und die Arbeit legt nicht fest, welche Version die richtige ist. Jede*r Erzähler*in kennt nur einen Teil der Geschichte – ebenso wie jede*r Zuschauer*in nur einen Teil der Performance erlebt. Die Arbeit reicht daher über die Performance selbst hinaus. Ihre Bedeutung entsteht im Gespräch: Die Zuschauer*innen müssen das, was sie gesehen und gehört haben, miteinander vergleichen, sich gegenseitig dabei helfen, die Lücken zu füllen und gemeinsam ein Verständnis der Ereignisse entwickeln.
Die Performance kostet € 5. Begrenzte Platzanzahl.
Harkeerat Mangat (geb. 1990, Vancouver, Kanada) hat Performances im Kunstverein Gartenhaus, Wien; in der Zweigstelle Capitain, Neapal (beide 2025) sowie in der Simultanhalle, Köln (2019) gezeigt. Einzelausstellungen hatte er im Bonner Kunstverein, Bonn (2022); in der Stiftung Museum Insel Hombroich, Neuss, und im Kunstverein e.V., Köln (beide 2021).
Lebt und arbeitet in Wien: Postscript
Nach dem Ende der Ausstellung präsentiert die Kunsthalle Wien Karlsplatz drei Wochen lang eine Reihe von Performances und künstlerischen Interventionen als Postscript zur Ausstellung. Als Ort im Übergang beginnt das Programm am 31. Oktober mit einer Soundperformance von Evelyn Plaschg und wird mit einem Workshop von Scott Clifford Evans fortgesetzt, bevor es mit der Performance von Harkeerat Mangat abschließt.