Hard Feelings
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Im Rahmen des Porn Film Festival Vienna kehrt die Academy of Fine Kink 2026 vom 14. bis 20. April abermals ins Semperdepot in Wien zurück. Die Ausstellung HARD FEELINGS versammelt rund 50 künstlerische Positionen aus unterschiedlichen Disziplinen, die sich mit Körpern, Sexualität, Identität und deren fortlaufender Transformation auseinandersetzen.
HARD FEELINGS versteht Begehren nicht als etwas Eindeutiges, sondern als widersprüchlichen, oft intensiven Prozess. Sex, Emotion und Identität greifen ineinander, stoßen aufeinander und formen sich dabei ständig neu. Die Ausstellung schafft einen Raum, in dem diese Dynamiken sichtbar und erfahrbar werden.
Pornografie wird hier nicht als bloßes Bild oder Tabu verstanden, sondern als Sprache, als visuelle Grammatik des Begehrens. Sie erzählt davon, wie wir einander berühren, wahrnehmen und imaginieren. Gleichzeitig legt sie unsere Widersprüche offen: das Bedürfnis nach Nähe und Autonomie, die Angst vor Sichtbarkeit und das Verlangen danach, gesehen zu werden.
Im Zentrum steht die Idee von Transformation. Körper und Identitäten sind keine festen Zustände, sondern Prozesse: sie werden performt, verhandelt und immer wieder neu entworfen. Die gezeigten Arbeiten untersuchen, wie Intimität (nach gesellschaftlicher Scham) neu gedacht werden kann und welche Formen von Sexualität und Selbstrepräsentation zukünftige Möglichkeits(t)räume eröffnen.
Die Ausstellung versteht Porno nicht als Problem, sondern als Potenzial. Als ein Archiv von Gefühlen, als ein Ort, an dem Lust, Verletzlichkeit und Macht sichtbar werden. Sexualität erscheint hier nicht reduziert auf den Akt, sondern als Experiment, als Bewegung, als ständige Neuerfindung dessen, was es bedeutet, menschlich und begehrend zu sein.
HARD FEELINGS lädt dazu ein, Widersprüche auszuhalten: zwischen Härte und Zärtlichkeit, zwischen Kontrolle und Hingabe, zwischen dem, was wir sind, und dem, was wir werden könnten.
Körper und Begehren sind politisch. Kunst ist subversiv. Transformation ist möglich.
Kuration: Jasmin Hagendorfer, Viktoria Körbler, Yavuz Kurtulmus and Lars* Kollros, Kunst im Keller
Künstler:innen:
Jutta Just, Sofia Zuluaga, Maxin Krippner, Mehrta Shirzadian & Hanna Hofman, Offerus Ablinger, Jakob Liu Wächter, Eme, Oke Fijal, neue wut & Aline Dreyer, Sascha Zaitseva, ilias HGW, Mehrta Shirzadian, Catherine Spet & Milena Nowak, Florian Leibetseder, Angela Andorrer, Oleksii (Kolbei), Silvia Ungersböck, Otto Krause, Noah Destrée, Ami Bashi, Saliç Doğan & Orçun Karamustafa, Julsie Skrobisz, Aid Ragipovic, Laura Baumann, dependencies failed, Lukasz Syslo, Sophie Charlotte von Rintelen, Jeanine Lehninger, Costanza Brandizzi, Andrea Reitbauer, Kathi Sylvest, Lis Walter, Lydia Simon, Pit Reding, Honey Enjeru, Tiina Sööt, Patrick Li, Elsa Malou Pándi, Bora demirgoren, Yusuf Çirikçi, Sarah Tasha, Lena Dobner, don Anahi, Michal Rutz, Aleks Murkovic, Serge Payet, Filipu Ashibi, Felix Helmut Wagner, Anna Richert, MATTEO DE CAMINADA, SNEILA
präsentiert durch: PFFV x Kunst im Keller
Vernissage: April 14 18-23
Öffnungszeiten: April 15 14-19 / April 16 14-19 / April 17 16-21 / April 18 13-16 / April 19 14-19 / April 20 14-17