Hanne Römer: L U F T
Literatur Visuelle Kunst Ausstellung
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Die .aufzeichnensysteme der Forscherin
Ikonisch zugespitzt auf die Protagonistin der anwachsenden Trilogie einer Expansion (DATUM PEAK, 2024 / L U F T, 2026 Ritter Verlag) und herausgeschält aus dem Alter Ego elffriede, erscheint die Autorin und Künstlerin Hanne Römer selbst, inmitten ihrer aktuellen .aufzeichnensysteme, einem seit 2000 fortentwickelten, tranzdisziplinären Kunstwerk, welches sich – in dieser Ausstellung – als originelle, ortsbezüglich inszenierte Installation aus Texten, Textbildern, Serien minimalistischer, hochfeiner Feder-Zeichnungen und Zeichenbüchern, Notierungen, Sprach- und Hörstücken sowie zahlreichen Publikationen und experimentellen Projekten zwischen Ton/Bild/Text präsentiert und als solches das zentrale Thema Hanne Römers – ununterbrochenes, umeinander zirkulierendes, in permanenter Korrespondenz stehendes Schreiben, Zeichnen, Aufzeichnen – thematisiert.
„Die Fliege kann auch nur auf eine Stelle machen.“ Sie blinzelt, folgt im Augenwinkel einer Fluse, die im Raum schwebt, nicht greifbar. „Du solltest genauer hauchen, vielleicht ist dein Atem fettig.“ Beim Gehen spreizt sie die Finger, schwingt die Arme wie zwei Fächer links und rechts, vor und zurück. Vielleicht um das Fächeln von Fischen zu imitieren. Es wirkt nicht ganz sauber, aber intakt. „Kommst du flott voran?“
„Eher schleppend, flott ist das falsche Wort.“ Einbäume imitierend liegt etwas, treibt minutenlang regungslos auf der Oberfläche, verschwindet lautlos im Taucheranzug. Eingehüllt in einen Film feiner Luftblasen entschwebt die Gestalt, metallisch blau schimmernd. „Ich kann dir nicht folgen.“
„Bleib einfach, wo du bist. Alles dreht eine Runde und kommt ganz von selbst wieder ins Bild. Nur an anderer Stelle.“