Gustav Klimt und die Medizin

Bilder zum Fluss des Lebens
Theorie Bildende Kunst Geschichte Ausstellung
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1 Termin
Donnerstag 26. März - Sonntag 28. Juni
Do 26. März -
So , 28. Juni
Ausstellung
Gustav Klimt und die Medizin

Die ab 26. März 2026 im Josephinum, den Sammlungen der Medizinischen Universität Wien, präsentierte Ausstellung „Gustav Klimt und die Medizin. Bilder zum Fluss des Lebens“ widmet sich erstmals umfassend den vielfältigen Beziehungen zwischen Klimt, Wissenschaft und medizinischem Fortschritt in Wien um 1900. Sie zeigt, wie sehr die intellektuelle Atmosphäre dieser Zeit – geprägt von bahnbrechenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, neuen medizinischen Methoden und einem offenen Dialog zwischen den Disziplinen – Gustav Klimts Denken und Schaffen beeinflusste.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Fakultätsbild „Die Medizin“, das 1945 zerstört wurde und wohl eines der umstrittensten, innovativsten und zugleich visionärsten Werke des österreichischen Künstlers ist. Nach einer aufwändigen, wissenschaftlich gestützten KI-Rekonstruktion im Rahmen eines Projekts des Belvedere mit Google Arts and Culture im Jahr 2024, erhält man einen farbigen Eindruck von Klimts monumentaler Komposition, die heute großformatig an der Fassade des Anna Spiegel Forschungsgebäudes auf dem Gelände des AKH zu sehen ist. „Gustav Klimt steht wie kaum ein anderer Künstler für den geistigen Aufbruch Wiens um 1900. Die Ausstellung im Josephinum macht sichtbar, wie eng Kunst, Wissenschaft und medizinischer Fortschritt in dieser Zeit miteinander verwoben waren und wie sehr dieser interdisziplinäre Dialog Klimts Werk geprägt hat. Damit eröffnet sie zugleich einen neuen Blick auf die Medizin als kulturelle und gesellschaftliche Kraft“, sagt Markus Müller, Rektor der MedUni Wien.

Im historischen Hörsaal des Josephinums werden rund 25 originale Klimt-Zeichnungen, die aus renommierten österreichischen Institutionen und Sammlungen stammen, gezeigt, sowie Beiträge von ausgewählten Privatsammler:innen, deren Bilder bislang selten öffentlich zugänglich waren. Veranschaulicht werden Klimts Arbeitsprozesse, seine Auseinandersetzung mit Körperlichkeit und seine intensive Beschäftigung mit der Darstellung von Geburt, Leben und Tod. Die Ausstellung wird durch medizinhistorische Exponate aus der Sammlung des Josephinums ergänzt. “Unsere Sonderausstellung widmet sich erstmalig detailliert den profunden Kenntnissen über den menschlichen Körper, die Eingang in das Werk Gustav Klimts gefunden haben, und zeigt damit seine enge Verbindung mit den großen Ärzten im Wien um 1900“, erklärt Christiane Druml, Direktorin des Josephinums.

Die Ausstellung wird kuratiert von Tobias G. Natter, ehemaliger Direktor des Leopold Museums und Autor des aktuellen Werkverzeichnisses aller Klimtgemälde. Natter: „Schon bei der Erstpräsentation der „Medizin“ 1901 entfachte das Gemälde einen „ästhetischen Bürgerkrieg“. Die Ausstellung öffnet darüber hinaus den Blick auf Klimts zahlreiche Lebensallegorien und macht in bislang so noch nie gesehener Deutlichkeit erlebbar, wie sehr Klimt sich mit den fundamentalen Themen aus dem Kreislauf des Lebens auseinandergesetzt und konsequent großartige Bilder zum Fluss des Lebens zwischen Werden und Vergehen geschaffen hat.“

Begleitet wird die Ausstellung von einer reich illustrierten Publikation mit Fachbeiträgen aus Philosophie, Kunstgeschichte und Medizin, Verlag Prestel, Umfang 240 Seiten.

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