Gefühlte Fakten – Dialoge zwischen Wissenschaft und Literatur #6
Verbindung zu esel.at
In Zeiten, in denen „alternative” Fakten anstelle tatsächlicher Fakten den öffentlichen Diskurs zu bestimmen drohen, ist eine Auseinandersetzung mit Fragen der Narration umso wichtiger: Wie wird / ist Wissen verfasst, das als sogenannte „objektive” Basis dient? Was bedeutet Recherche innerhalb der eigenen künstlerischen Praxis? Lässt sich das Verhältnis von Faktum und Dramaturgie in einer produktiven Weise kollektiv entwickeln?
Die Gesprächsreihe GEFÜHLTE FAKTEN nähert sich emotionalisierten Debatten als Dialog zwischen Wissenschaft und Literatur und sucht nach Möglichkeitsräumen, die durch das Teilen der jeweiligen Perspektive und das Entwickeln einer kollektiven Sichtweise entstehen können.
GEFÜHLTE FAKTEN #6
Bending the clock!
Über Räume, Rhythmen und Körper
“Rather than bend disabled bodies and minds to meet the clock, crip time bends the clock to meet disabled bodies and minds.” (Alison Kafer)
Expert*innen aus Theorie und Praxis sowie Körper-Expert*innen in eigener Sache teilen Zeit, um unterschiedliche Rhythmen, Zugangsbedürfnisse und Formen der Anwesenheit zu erkunden. Die Choreograph*innen und Theoretiker*innen Mariella Greil und Michael Turinsky fragen gemeinsam mit Horst Ganitzer, Künstler und Direktor des Bundes-Blindenerziehungsinstituts Wien, Pam Eden, Gebärdensprachperformerin und Künstlerin sowie Veronika Merklein, Künstlerin und Aktivistin, nach Ästhetik und Repräsentation, Körperbildern und Körpererzählungen: Wie können Kunst, Wissenschaft und gesellschaftliche Räume entstehen, in denen Pausen, Rückzug und Teilhabe selbstverständlich sind?
Mit
Pam Eden,
Horst Ganitzer,
Veronika Merklein,
Michael Turinsky
und Mariella Greil
Moderiert von Matthias Seier sowie live grafisch dokumentiert von Laurens Seemann
Angelehnt an die Publikation
Choreo-ethical Assemblages – Embodied Research as Cosmopoietic Œkology
Mariella Greil
Edition Angewandte, De Gruyter 2026
Für die interaktiven Teile bitten wir Sie, Ihr Mobiltelefon mitzubringen.
Hinweise zur Barrierefreiheit:
Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich.
Das Panel wird sowohl Redebeiträge der Expert*innen sowie eine moderierte Diskussion umfassen. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, direkt aus dem Saal heraus über ein Mikrofon Fragen zu stellen. Die Bestuhlung erfolgt locker mit den im Auditorium üblichen Stühlen; zusätzlich werden Sitzsäcke zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung wird voraussichtlich rund zwei Stunden dauern. Selbstverständlich ist es möglich, den Raum währenddessen zu verlassen und später wieder zu betreten. Erfrischungsgetränke und Snacks stehen zur Verfügung.