Future Talk: Climate X Change
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Die Vielfalt unserer Nutz- und Wildpflanzen schrumpft drastisch: Von Millionen existierender Saatgutsorten werden heute nur noch wenige Hundert kommerziell angebaut. Diese Erosion der biologischen Vielfalt hat weitreichende Folgen für unsere Ernährungssicherheit, für widerstandsfähige Ökosysteme und für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.
Zugleich liegt die Kontrolle über das Saatgut in den Händen weniger Konzerne. Neue Eigentumsrechte, biotechnologische Eingriffe und vereinheitlichte Sorten führen zu wachsender Abhängigkeit, während altes Wissen und lokale Anbaustrukturen zunehmend verdrängt werden. Saatgutbanken sollen die genetische Vielfalt von Kultur- und Wildpflanzen bewahren. Doch wer entscheidet darüber, welche Sorten erhalten bleiben, und wer hat Zugang zu ihnen? Wie verändert sich der Umgang mit Saatgut durch neue Technologien, gesetzliche Regulierungen und marktwirtschaftliche Interessen? Und wie kann Saatgut als kollektives Gut geschützt und politisch verteidigt werden?
Im Rahmen der Ausstellung Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures diskutieren Expert*innen aus Kunst, Wissenschaft und Landwirtschaft über die politische und ökologische Bedeutung von Saatgut und über Möglichkeiten, Saatgut als Gemeingut zu bewahren und Biodiversität langfristig zu sichern.
Moderation: Michael Huber
In Kooperation mit dem Kurier.
In deutscher Sprache
Die Teilnahme ist kostenlos