Fulgurit-Flöte

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1 Termin
Mittwoch 11. November

„Fulgurit-Flöte“ – Talk & Performance im Naturhistorischen Museum

Im Rahmen der VIENNA ART WEEK und ihres Mottos „Navigating Angst“ übersetzt Barbara Husar die unberechenbare Energie eines Blitzes in Klang.

Ein Blitz ist eine hochenergetische elektrische Entladung, ein Ausgleichsprozess zwischen Wolken und Erde. Binnen eines Augenblicks steigt die Temperatur der umgebenden Luft auf bis zu 30.000 Kelvin, etwa das Fünffache der Sonnenoberfläche. Im Sand transformiert die Energie der Entladung Quarz in Glas.

Was bleibt, ist ein Fulgurit*: eine hohle, verzweigte Struktur, in der sich der Weg des Blitzes materialisiert und ein Extremereignis in mineralischer Form bewahrt. Als Fulgurit Flöte wird der vom Blitz geformte Glaskörper zum Instrument. Durch den Luftstrom tritt die mineralische Spur des Blitzes erstmals als Klang hervor. Die individuelle Form jedes Fulgurits prägt den Weg des Atems und den daraus entstehenden Klang. Der Fulgurit ist geologisches Zeugnis und Instrument zugleich.

Barbara Husar entwickelte die Fulgurit Flöte im Dialog mit dem Astrophysiker Michel Breitfellner und verfolgt darin ein geophysikalisches Ereignis von seiner materiellen Einschreibung bis in den Klang. Gemeinsam mit dem Flötenbauer und Musiker Stefan Kronsteiner und dem Produzenten André Lehner setzt sich das Projekt im Album FLUX FULGUR fort: eine Reihe von Fulguritflöten im Zusammenspiel mit den Elementen, die sie hervorbrachten.

Konzept und künstlerische Leitung: Barbara Husar
Astrophysik: Michel Breitfellner
Flötenbau & Musik: Stefan Kronsteiner
Produktion: André Lehner

HINWEIS:

Für die Veranstaltung steht ein begrenztes Kontingent an kostenfreien Tickets zur Verfügung. Hier können Sie sich Ihr kostenfreies Ticket sichern.

Sollte das Kontingent erschöpft sein, wird für die Teilnahme an der Veranstaltung ein gültiges Eintrittsticket für das Naturhistorische Museum Wien benötigt.

Informationen zu den regulären Eintrittstickets des Naturhistorischen Museums Wien finden Sie hier.

Das Projekt wird von illwerke vkw unterstützt.

* Fulgurite (lateinisches Wort „fulgur“ für Blitz) entstehen, wenn ein Blitz in die Erde einschlägt und den Boden schmilzt. Oft wird das Material in der Mitte weggeblasen oder verdampft, wodurch ein Loch entsteht, daher der deutsche Name „Blitzröhre“.

Es gibt auch Fulgurite, die nicht durch natürliche Blitze, sondern durch auf den Boden gefallene Hochspannungsleitungen, entstanden sind. Ein berühmtes Exemplar wurde 2007 vom NHM in Kaltenbach bei Vitis, NÖ, ausgegraben und wissenschaftlich untersucht.

Die älteste Blitzröhre in der Sammlung des NHM ist wahrscheinlich ein präpariertes Stück aus Deutschland aus dem Jahr 1823. Ein Fulgurit unbekannter Herkunft ist im Saal IV, Vitrine 188, ausgestellt, unter den Sondergesteinen, die unter extremen Bedingungen (Temperatur, Druck und/oder Verformungsgeschwindigkeit) entstanden sind.

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