Franz Vana: AB

Bildende Kunst Ausstellung
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2 Termine
Freitag 29. Jänner 2027
29. Jän. 2027
Fr
19:00
Eröffnung bis 22:00
Franz Vana: AB
Hauptraum & Kabinett
30. Jänner 2027 - Sonntag 11. April 2027
30. Jän. 2027 -
So 11. April 2027
Ausstellung
Franz Vana: AB
Hauptraum & Kabinett

Kuratiert von Katrin Bucher Trantow

Ein groß geschriebenes, mehrfach angeordnetes „AB“, das in einem dynamisch nach unten fallenden Farbfeld die Leinwand passiert: Aus dieser bildnerischen Setzung Franz Vanas leitet sich der Titel seiner neuen Werkschau ab. Das visuelle Motiv evoziert ein Sprachspiel – ein spekulatives „ab hier“, einen Aufbruch oder den Beginn eines Falls –, das sich in der gedanklichen Fortsetzung zu einem lakonischen „Ab und Zu“ ergänzt.

Die kommende Ausstellung in der Landesgalerie Burgenland vereint Arbeiten aus allen Schaffensperioden von Franz Vana und zeigt sein sprach- und bildkritisches Vokabular in einer bisher unerreichten Komplexität und Fülle. Die Werkschau spannt den Bogen von frühen Graphitarbeiten über analytische Bildtext- und Bildfigurenkompositionen bis hin zu den doppelbödigen „Sonntagsbildern“ und kombinatorisch geschaffenen Plastiken. Damit führt sie erstmals das gesamte Universum des Künstlers an einem Ort zusammen.

Vanas präzise, kompromisslose und zugleich von tiefgründigem Humor geprägte Arbeitsweise macht ihn zu einem der profiliertesten Einzelgänger und wichtigsten Außenseiter der zeitgenössischen österreichischen Kunstszene. Der Künstler lebt und arbeitet seit Jahrzehnten im Südburgenland, wo er in einer ehemaligen Spiritusbrennerei in Rauchwart sein Atelier betreibt. Die dichte Präsentation in Eisenstadt macht nun sichtbar, wie die durchgängige Kontinuität seines Lebenswerks, das sich der Öffentlichkeit nur ab und zu in seiner Gänze offenbart, eine logische und geschlossene Konsequenz einer distanzierten Bild- und Sprachanalyse formt.

Biographie

Franz Julius Vana, 1951 im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf geboren, lebt und arbeitet in Wien sowie im südburgenländischen Rauchwart. Von 1971 bis 1977 studierte er Grafik bei Herbert Tasquil, Franz Herberth und Oswald Oberhuber an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, an der er von 1992 bis 2006 auch selbst lehrte. Anfang der 1980er-Jahre verbrachte er prägende Phasen in Tansania und New York. Trotz zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland sowie einer engen, jahrzehntelangen Verbundenheit mit dem Programm der Galerie Hubert Winter blieb er ein gewollter und kritischer Einzelgänger – mit der Kunstszene dennoch hervorragend vernetzt. Sein Rückzugsort und Atelier ist seit 1977 eine alte Spiritusbrennerei in Rauchwart. Die Eigenheiten dieser südburgenländischen Landschaft – die weiten Felder und Wälder, die Hitze der Ebene und der traditionelle Katholizismus – fließen immer wieder in seine Form eines kritischen, aber „träumerischen Realismus“ ein.

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