Forschender Entwurf 5
Geschichte Architektur Diskussion Präsentation
Verbindung zu esel.at
Präsentation und Diskussion
mit: Sebastian Pichler und Laura Sauter
Moderation: Elise Feiersinger und Felix Siegrist / ÖGFA
Die Architekturhistorikerin Iris Meder (1965–2018) hat der ÖGFA ihre umfangreiche Bibliothek hinterlassen, die nicht nur bedeutende Bestände zur Wiener Moderne, sondern auch Arbeitsunterlagen zu begonnenen oder geplanten Forschungsprojekten enthält. Vor diesem Hintergrund stellt die ÖGFA die Projekte von jungen Praktiker*innen und Theoretiker*innen vor. Dieses Mal setzen sich beide Gäste mit dem Wiener Stadtraum auseinander.
Mit “Obsoletes Wien” geht Laura Sauter anhand einer mehrschichtigen Analyse der Bautypologien ihrer Heimatstadt der Frage nach, wie der Bestand für die Zukunft gerüstet werden kann. Obsolete und perspektivisch neu benötigte Typologien werden in thematische Gruppen eingeteilt: Arbeit, Mobilität, Logistik, Handel, Kultur, Religion, Umwelt und Abwehr.
Sebastian Pichler nutzt in “Visual Catalyst – Revealing Spatial Multiplicity in Lived Space” vorwiegend Fotografie, um sich mit Wien auseinanderzusetzen. Was beeinflusst unsere tagtägliche Wahrnehmung der Stadträume? Was nehmen wir wahr und was blenden wir aus? Die Hauptfigur in Pichlers Arbeit ist eine Kreuzung mit Aufenthaltsqualität im 5. Bezirk. Pichler dokumentiert seine regelmäßigen Aufenthalte dort tagebuchartig.
Im Anschluss an die beiden Kurzvorträge gibt es in der Diskussion Gelegenheit, über die verwandte Untermauerung der Arbeiten zu reflektieren: Wie können wir den bestehenden Stadtraum neu lesen, um verborgene Potenziale sichtbar zu machen und daraus Formen des Weiterbauens für die Zukunft zu entwickeln?