Familienmemoiren in Form von Gedichten
Literatur Geschichte Lesung Diskussion
Verbindung zu esel.at
Lesung und Gespräch mit Elisabeth Frischauf und Astrid Nischkauer
Die Themen Verlust, Trauma, Erinnerung und Mehrsprachigkeit prägen das Leben und künstlerische Werk von Elisabeth Frischauf: 1947 in New York geboren, waren die Gräuel des Holocaust und die Vertreibung ihrer Familie aus Wien von früh an allgegenwärtig: Ihre Mutter Else Pappenheim-Frischauf, die in Wien ihr Medizin-Studium absolviert und 1937 eine Lehranalyse bei Otto Isakower begonnen hatte, floh nach dem „Anschluss“ über das Mandatsgebiet Palästina in die USA.
Elisabeth Frischauf studierte ebenfalls Medizin und arbeitete als Neuropsychiaterin in New York. Seit über vierzig Jahren ist sie zudem als Künstlerin und Poetin tätig. Ihr lyrisches Werk liegt mittlerweile in den beiden zweisprachigen Bänden They Clasp My Hand. Die meine Hand ergreifen (2022) und The Lost Notebook. Das verlorene Notizbuch (2025) vor.
Gemeinsam mit Astrid Nischkauer, die für die Übertragung ins Deutsche verantwortlich zeichnet, liest Elisabeth Frischauf ausgewählte Gedichte aus ihren Lyrik-Bänden. Im Anschluss erzählt die Autorin im Gespräch mit Daniela Finzi über ihr Aufwachsen als Kind von Exilant:innen, über die schöpferische Kraft des Erinnerns und das Fortwirken des Vergangenen in der Gegenwart.
Elisabeth Frischauf, ausgebildete Fachärztin für Psychiatrie in New York., arbeitet als Künstlerin mit unterschiedlichen Materialien und in diversen Medien, schafft Keramiken, Aquarelle, Collagen, Mobiles und Installationen. Eng mit ihren Kunstwerken verbunden ist das Schreiben von Gedichten. Im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft sind ihre ersten beiden Gedichtbände erschienen, ein dritter ist in Vorbereitung.
Astrid Nischkauer studierte Germanistik und Komparatistik in Wien, Lyrikerin, Lyrikübersetzerin (auch von Elisabeth Frischauf). Sie arbeitet für den Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft sowie für die IG Autorinnen Autoren. Zuletzt erschien Durch den Farnwald der Worte (Edition Tandem, 2026).
Für Besucher:innen der Veranstaltung steht die Ausstellung Der Fall Freud. Dokumente des Unrechts ab 18:30 Uhr bei freiem Eintritt offen!