Evokation des Sichtbaren
Error!
You must log in to access this page.
Verbindung zu esel.at
Daniela Hammer-Tugendhat war bis zu ihrem Tod im September 2025 eine aktive, engagierte und kritische Forscherin. Die Kunsthistorikerin, die über vier Jahrzehnte lang an der Universität für angewandte Kunst Wien, sowie an weiteren Universitäten in Basel, Berlin, Frankfurt/Main und Wien lehrte, entwickelte ein vielseitiges Forschungsprofil mit Schwerpunkten in der holländischen und niederländischen Kunst der frühen Neuzeit, in der Auseinandersetzung mit Emotionen, Affekten und Geschlechterbeziehungen und in der Methodenkritik.
Über Jahrzehnte hindurch entwickelte sie eine an Anschaulichkeit orientierte, historisch-kritische Bildanalyse, die sie zur Ausarbeitung einer Kunstgeschichte als Kulturwissenschaft führte. Darüber hinaus war sie eine politisch engagierte, wache Zeitgenossin, die sich zu zahlreichen kunstinstitutionellen und gesellschaftspolitischen Themen äußerte. Die Veranstaltung fragt nach aktuellen Perspektiven in der Auseinandersetzung mit der Forschung Daniela Hammer-Tugendhats und stellt das Nachwirken ihrer thematischen und methodischen Schwerpunktsetzungen in den Vordergrund.
Ablauf
14 Uhr Einführung: Eva Kernbauer
14:30 Uhr Kunst der Frühen Neuzeit, Moderation: N.N.
Hans Aurenhammer: Geschlechter-Asymmetrie und Standeshierarchie: Raffaele Borghini kritisiert Tizians ‘Venus und Adonis’
Karin Gludovatz: Leere Wände. Auf das Abwesende blicken
15:30 Uhr Geschlechterbilder und Sexualität, Moderation: Sabeth Buchmann
Irene Nierhaus: Bild-Raum-Geschlecht: Moderne Inskriptionen am Beginn des 19. Jahrhunderts
Christian Liclair: Notes on Posterior:ities. Daniela Hammer-Tugendhat und männliche Nacktheit zwischen Autonomie und Begehren
16:30 Uhr Pause
17:00 Uhr Methodenkritik und Wirkung, Moderation: Eva Kernbauer
Cosima Rainer und Stefanie Kitzberger: Zum Nachlass Daniela Hammer-Tugendhats
Thorsten Schneider: Für eine Kunstgeschichte des Affekts
Verena Krieger: Ambivalenzen in der Rezeption Daniela Hammer-Tugendhats
18:30 Uhr Dialogischer Impuls: Roswitha Schuller: Arcadia on Mars? Zu einer Kunstgeschichte visueller Zukunftsprojekte
Mit einem künstlerischen Beitrag von Stefanie Seibold
Konzeption und Organisation: Karin Gludovatz (Freie Universität Berlin) und Eva Kernbauer (Universität für angewandte Kunst Wien)