Eva Ursprung / Susanne Wenger
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Eva Ursprung
The Art of Surfacing
Susanne Wenger
Àdùnní Olórìṣà
Mit der Ausstellung The Art of Surfacing zeigt die HALLE FÜR KUNST Steiermark das vielschichtige Werk der österreichischen Künstlerin, Musikerin und Kuratorin Eva Ursprung, die mit dem Würdigungspreis des Landes Steiermark für bildende Kunst 2024 ausgezeichnet wurde. Eva Ursprung verbindet in ihrem Schaffen medienübergreifende Ansätze mit feministischen, gesellschaftskritischen und kollaborativen Strategien. Zentrales Thema der Schau ist das Element Wasser – ein Stoff, der Ursprung seit Jahrzehnten in verschiedensten künstlerischen und politischen Kontexten beschäftigt. Dieses Element bildet die Grundlage allen Lebens, steht für Wandel und Transformation, birgt aber zugleich zerstörerische Kräfte. Wasser fließt, verbindet, trennt und formt – und wird in Ursprungs Werk zur Metapher für ökologische, gesellschaftliche und geopolitische Prozesse.
Susanne Wenger (1915, Graz; †2009, Òṣogbo, Nigeria) gilt als eine zentrale Künstlerin Österreichs nach 1945 und als frühe Wegbereiterin des Surrealismus. Nach ihrer Jugend in Graz, aktivem Widerstand gegen das Nazi-Régime und einer Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Wien reiste sie im Jahr 1950 nach Nigeria. Bis zu ihrem Tod lebte sie fast sechzig Jahre lang als Künstlerin und Òrìṣà-Priesterin der Yorùbá-Religion in Òṣogbo. Dort schuf sie in den heiligen Hainen am Fluss Ọ̀ṣun gemeinsam mit der Gruppe New Sacred Art Movement monumentale Skulpturen und Schreine, die den spirituellen Ort mit einem Gesamtkunstwerk verbanden. In Zusammenarbeit mit der sich um die Bewahrung ihres Werkes verdienstvoll einsetzenden Susanne Wenger Foundation in Krems präsentiert die HALLE FÜR KUNST Steiermark in einer sorgsam zusammengestellten Auswahl das facettenreiche Œuvre der Künstlerin.