Etched in Memory
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Die Ausstellung Etched in Memory zeigt Werke, die sowohl in jüngerer als auch in ferner Geschichte verwurzelt sind und auf unterschiedliche Formen von Nostalgie verweisen.
Trotzenkos Arbeiten zeigen eine künstlerische Untersuchung verschiedener Bezüge auf die antike griechische Kultur als Ideal. Seine Zeichnunen und Recherchen setzen sich mit der Aneignung und Entfremdung von griechischer Mythologie in verschiedensten Post-Sovietischen Zusammenhängen auseinander.
Die Installation von Palyvoda verwendet kalte und künstliche Materialien, um ein zutiefst persönliches und gefühlvolles Ereignis darzustellen; sie teilt ein persönliches und nostalgisches Gespräch in einem Garten über friedliche und gute Zeiten.
Aichinger erforscht in der Installation „to be or not to be (butch)“ das Dazwischen von Identitäten und bezieht sich dabei auf den gleichnamigen Essay von Clark Henley. Körper und Bedeutungen entziehen sich hier einer klaren Definition; die versteinerten Hüllen von Kleidungsstücken besetzen den Raum als Überreste von Körpern, von Liebenden, die sie einst füllten.
Etched in Memory handelt von Nostalgie als etwas Totalem und Abgeschlossenem: Die mythologische Vergangenheit ist geschlossen, idealisiert und archiviert, betrachtet als vollendetes kulturelles Objekt. Doch Nostalgie kann auch intim und gefühlvoll sein: eine persönliche Erinnerung, in der Zeit versiegelt, die aufgrund ihrer emotionalen Wärme erneut aufgesucht wird. Oder Nostalgie wird instabil und unabgeschlossen: Die queere Vergangenheit der 1970er Jahre wird nicht als etwas Verlorenes erinnert, sondern als eine sich weiterhin entfaltende Linie, die nach vorne reicht.
Beteiligte Artist:
Ju Aichinger, Anzhelika Palyvoda, Leo Trotsenko