Errant Intelligence – A Media Theory of Machine Learning
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Künstliche Intelligenz wird oft als Bestreben dargestellt, das menschliche Gehirn nachzubilden, und verspricht reibungsloses Denken sowie eine Zukunft nahtloser Automatisierung. Doch was, wenn diese allgegenwärtige Erzählung eine tiefere, “abweichendere” Wahrheit verschleiert?
Errant Intelligence hinterfragt die vorherrschenden biologischen und individualistischen Interpretationen des maschinellen Lernens und plädiert stattdessen für ein radikales Verständnis maschineller Intelligenz. Das Buch begreift Abweichungen, Inkonsistenzen und “fehlerhaftes Verhalten” als grundlegend für die Entdeckung neuen Wissens und geht damit über die Illusion bloßer Optimierung hinaus. Unter Rückgriff auf Medientheorie, Kybernetik und eine einzigartige psychoanalytische Perspektive erforscht es das “technologische Unbewusste” des maschinellen Lernens. Es zeichnet die historischen Wurzeln der KI nach, von frühen Automaten und der Turing-Maschine bis hin zur Verarbeitung natürlicher Sprache und zeitgenössischen Systemen des maschinellen Lernens. Das Buch stellt die Vorstellung einer autonomen, sich selbst generierenden KI in Frage und deckt die verborgene Arbeit, die zugrunde gelegten Logiken und die inhärenten Verzerrungen auf, die deren Funktionsweise bestimmen. Es bewertet das computergestützte Denken neu, betont dessen von Natur aus sozialen, kollektiven und symbolischen Charakter und zeigt auf, dass Sprache und logische Paradoxien keine Hindernisse, sondern konstitutive Kräfte sind, die intelligente Maschinen prägen.
Errant Intelligence bietet einen wichtigen neuen Rahmen für das Verständnis der tiefgreifenden Koevolution von menschlichem und maschinellem Lernen. Es ist an der Zeit, unsere Annahmen zu „verlernen“ und die produktive Mehrdeutigkeit und Fehlbarkeit anzunehmen, die den Kern der maschinellen Intelligenz ausmachen.