Eröffnung Wiener Arbeitsfilmfestival
Film Zivilgesellschaft Screening
Verbindung zu esel.at
Kurzfilmprogramm und Filmgespräche
Zum Auftakt des 2. Wiener Arbeitsfilmfestivals laden wir zu einem besonderen Filmabend mit Kurzfilmen und Gesprächen mit Filmschaffenden.
In Zusammenarbeit mit Vienna Shorts und Tricky Women widmet sich die Eröffnung des Wiener Arbeitsfilmfestivals den vielen Facetten von Frauenarbeit – als Erwerbsarbeit, Hausarbeit und Care-Arbeit. Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilme eröffnen dabei unterschiedliche ästhetische und inhaltliche Zugänge. Im Austausch mit Filmemacher:innen und Kurator:innen verdichtet sich das Anliegen des Festivals zu einem vielstimmigen, konzentrierten Filmabend, moderiert von Petra Erdmann (Ö1, FM4).
Grußworte von Ilkim Erdost (Arbeiterkammer Wien) und Marko Miloradovic (waff).
Filmübersicht:
Les résultats du féminisme
Alice Guy | F 1906
Die Rollen der Heteronormativität sind vertauscht: Männer, die ihre Haare mit Blumen schmücken erledigen den Haushalt und widmen sich dem Nähen und Bügeln. Frauen sitzen in Bars, trinken, rauchen und verführen. Am Ende lehnen sich die Männer auf, und alles kehrt „zur Normalität“ zurück.
Kein Wunder
Lia Sudermann & Simon Nagy | A 2024)
Dieser Essayfilm folgt den historischen Spuren der Erfindung der Hausfrau. Mit Hilfe von Zeitungsfotoarchiven der 1950er und 60er wird über Wirtschaftswunder, defekte Haushaltsgeräte, die Inszenierung der Kleinfamilie und die Forderung nach Lohn für Hausarbeit gesprochen.
Mother’s Child
Naomi Noir | NL 2024
Der Animationsfilm begleitet Mary, die zwischen Mutterschaft und Vollzeitpflege ihres nonverbalen Sohnes kaum zur Ruhe kommt. Bürokratie, Schlafmangel und Isolation treiben sie an ihre Grenzen. Als ein weiterer demütigender Behördenkontakt ihre fragile Balance erschüttert, beginnt die Realität zu verschwimmen. Das Schöne im Alltag zu finden, schien noch nie so schwierig.
Intermittent & Continous
Olivia Hird | GB 2025
In einem Steinbruch im Peak District, in der männerdominierten Arbeitswelt, behauptet sich Rita mit stiller Entschlossenheit und einem feinen Gespür für Geräusche. Aus industriellem und zwischenmenschlichem Zuhören entsteht eine poetische Reflexion über Aufmerksamkeit, Erinnerung und körperlich eingeschriebene Erfahrung.
Thread Tension
Ruby Mastrodimos | GB 2023
‚Thread Tension‘ führt in eine britische Nähfabrik der 1980er, wo ein rätselhaftes Phänomen den Arbeitsalltag aus dem Gleichgewicht bringt. Zwischen Druck, Erschöpfung und Übernatürlichem geraten drei Frauen auf Kollisionskurs. Was zunächst wie Massenhysterie anmutet, offenbart sich nach und nach als kollektives Aufbegehren.