Ernst Caramelle: das gleiche, aber anders

Zeitgenössische Kunst Ausstellung
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2 Termine
Donnerstag 21. Mai
21. Mai
Do
19:00
Eröffnung
Ernst Caramelle: das gleiche, aber anders
Freitag 22. Mai - Samstag 27. Juni
Fr 22. Mai -
Sa , 27. Juni
Ausstellung
Ernst Caramelle: das gleiche, aber anders

Einführung Dieter Schwarz 19:30

„Auf einmal ist ein Ding mehrere Dinge zugleich“, bemerkte der Kunsttheoretiker Denys Zacharopoulos pointiert über das Werk von Ernst Caramelle. Vielleicht ist auch ein Bild mehrere Bilder zugleich, ist ein Titel mehrere Titel zugleich und ein Konzept mehrere Konzepte zugleich? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Realität und Illusion, wo zwischen Original und Kopie? Der Umgang mit Täuschung und Schein, mit dem Befragen des „Sichtbaren“, zieht sich als roter Faden durch Caramelles gesamtes Schaffen – gemäß „Art is a fake“, eines Werktitels von 1977.

Aber wann ist „Art a fake“? Die Sichtweisen in Caramelles Werken sind nie eindeutig, manchmal zweideutig, und oftmals vieldeutig. Sie sind es sowohl in den Bildräumen mit ihren Perspektiven, als auch in den kulturhistorischen Räumen mit ihren Narrationen. Dort, wo sich Zeitebenen einschieben und Werken sprachliche Begleiter in Form von knappen Textkommentaren beigefügt werden – nicht als erklärendes Vehikel, sondern ironisch anmerkend und die Sache per se unterlaufend. Es ist eine Freiheit in der Sprache und ein Automatismus im Schaffensprozess, die dem Künstler in einer selbstverständlichen Form zu eigen ist. Wir können uns davon in der Beobachtung des Werkes leiten lassen, die inhaltlichen Bezügen erkennen oder aber um unsere eigenen erweitern.

„das Gleiche immer so zeigen, daß es immer anders ist“ – stellte Caramelle 1979 fest. Demnach sei bereits alles vorhanden, es könne aber immer neu gesehen und neu gelesen werden. Dem folgt der Künstler auch in seiner aktuellen Ausstellung „das gleiche, aber anders“ – seine zehnte Einzelpräsentation in der Galerie. Ernst Caramelle eröffnet hier auf mehreren Ebenen neue Räume, die nicht nur Konventionen aushebeln, sondern auch unsere Erwartungshaltungen in feinsinniger Weise herausfordern. Damit greift er den poetischen Gedanken seines Akademieprofessors Oswald Oberhuber auf, der bemerkte: „Kunst ist der innere Einstieg in das Ungewisse“.

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