Eating The Rainbow special
Zeitgenössische Kunst Darstellende Kunst Performance Screening Installation
Verbindung zu esel.at
EATING THE RAINBOW special
Performances Screenings Installations
Sara Hawy
Raashish India
Elvedin Klacar
Pramila Lama
Anni Lenova
Teta Lirica
Jaan Luulur Malin
Ursula Maria Probst
Abdallah Shmelawi
Emran Sohel
@dorissteindoris
„teta lírica“ (2016–fortlaufend) spielt mit der Reibung zwischen dem Körper und dem Klangfeld des Theremins. „teta lírica“ wurde an verschiedenen Orten, auf Festivals und in Ausstellungen präsentiert, darunter „Mastur Bar“ von Fabiana Faleiros auf der 10. Berlin Biennale (KW); dem CHIII Festival in São Paulo und dem Fusion Festival in Lärz.
Tetta (ausgesprochen „tit“) ist eine Künstlerin aus Recife, Brasilien. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht Tetta aus einer emanzipatorischen Perspektive vielfältige Dimensionen des Körpers, relationale Dynamiken und Resonanzen und bedient sich dabei der Mittel von Performance, Musik, Choreografie, Video und Installation. Derzeit promoviert Tetta im Fach „Practice“ an der Akademie der bildenden Künste Wien; sie verfügt über einen Master-Abschluss in Choreografie und Performance sowie einen Bachelor-Abschluss in Architektur und Stadtplanung.
ZUM PROJEKT EATING THE RAINBOW special
Es beginnt im Nacken. Avery F. Gordon untersucht in „Ghostly Matters: Haunting and the Sociological Imagination“ unsichtbare Dimensionen des sozialen Lebens, die sich als „Geister“ und Anzeichen von Leere manifestieren. Ihr zufolge ist Vorstellungskraft – das Fantasieren – notwendig, um diese unsichtbaren Dimensionen des Sozialen zu erkennen. Wir stellen uns der Herausforderung, mit neuen Seh-, Geschmacks-, Riech-, Fühl-, Hör- und Klanggewohnheiten zu interagieren - verschiedene Arten der Wahrnehmung von Welt. Heute sehen wir uns mit zahlreichen Veränderungen hinsichtlich unserer Identität und unserer Zugehörigkeit konfrontiert. Wie können wir stärker miteinander vernetzt werden?
Wir wenden uns durch NI (Natural Intelligence) dem Chthuluzän zu, einer Ära, die dadurch definiert ist, dass wir uns nicht mehr als vom Rest des Lebens auf der Erde getrennt betrachten können. Die zunehmend spürbare Erderwärmung, Wasserverknappung durch AI Data Companies und durch Mining verursachte Vergiftung von Flüssen und der dadurch beschleunigte Rückgang der Artenvielfalt, ist auf den menschlichen Raubbau gegenüber der Natur zurückzuführen. Wie das Schmelzen der Gletscher und die Flutkatastrophe in Nepal uns spüren lassen, sind global Veränderungen in Hinblick auf Clima Care dringend notwendig. Bei NI handelt es sich um die von der Natur geschaffene biologische Intelligenz von Tieren, Pflanzen und Menschen. Heute wissen wir aufgrund wissenschaftlicher Analysen, dass Bäume miteinander kommunizieren, Pflanzen auf ihre Umgebungsreize reagieren. Das Chthuluzän ist ein von der Kulturwissenschaftlerin Donna Haraway geprägter Neologismus, der den Begriff Anthropozän zur Beschreibung des menschlichen Zivilisations-Zeitalters ablöst.