dérive – Horizont Stadt
Verbindung zu esel.at
dérive. Horizont Stadt
25 Künstler:innen für 25 Jahre
Eröffnung in allen Kunsträumen
13. Mai, 17–21 Uhr
FLUCC, hoast, Sussudio (1020)
sehsaal, Size Matters, SUPER (1050)
Bezirksmuseum Mariahilf, Ve.Sch (1060)
Mit Arbeiten von:
Iris Andraschek, Peter Bartoš, Sabine Bitter & Helmut Weber, Lotti Brockmann, Cäcilia Brown, Eva Engelbert, Aldo Giannotti, Halt+Boring (Catrin Bolt, Marlene Haring), Michael Hieslmair & Michael Zinganel, Katrin Hornek, Anna Jermolaewa, Klub Zwei, Jakob Kolding, Dorit Margreiter, Anna Meyer, Bianca Pedrina, Simone Barlian & Viktoria Schlögl, Isa Rosenberger, Christoph Schäfer, Allan Sekula, Selma Selman, Johanna Tinzl, Transparadiso (Barbara Holub, Paul Rajakovics), Herwig Turk, Stephen Willats
Kuratiert von: Andreas Fogarasi, Michael Klein und Paul Rajakovics sowie Ve.Sch (Aldo Giannotti)
1020
FLUCC Marina
Praterstern/Kaiserwiese, 1020 Wien
24/7 sichtbar, Wandzeitung am Zaun
13.-31. Mai
Anna Meyer
Herwig Turk
Johanna Tinzl
hoast
Große Sperlgasse 25, 1020 Wien
13.–16. Mai
Peter Bartoš
Jakob Kolding
Stephen Willats
Sussudio
Wolfgang–Schmälzl–Gasse 19, 1020 Wien
13.-31. Mai
Lotti Brockmann
Cäcilia Brown
Halt+Boring (Catrin Bolt, Marlene Haring)
Anna Jermolaewa
Jakob Kolding
Transparadiso (Barbara Holub, Paul Rajakovics)
Simone Barlian & Viktoria Schlögl
1050
Sehsaal
Zentagasse 38, 1050 Wien
13.-31. Mai
Sabine Bitter & Helmut Weber
Eva Engelbert
Michael Hieslmair & Michael Zinganel
Dorit Margreiter
Christoph Schäfer
Size Matters
Margaretenstraße 110, 1050 Wien
13.-31. Mai
Katrin Hornek
Allan Sekula
Selma Selman
Super
Schönbrunner Str. 10, 1050 Wien
13.-25. Mai
Iris Andraschek
Klub Zwei
Isa Rosenberger
1060
Bezirksmuseum Mariahilf
Mollardgasse 8, 1060 Wien
13. Mai - 30. Juni
Bianca Pedrina: Familie Schick
Ve.Sch
Mariahilfer Straße 101, 1060 Wien
(Donnerstags 18-24h, 29./30./31.5. 14-18h)
13. Mai - 11. Juni
Aldo Giannotti
(in Kollaboration, kuratiert und organisiert von Ve.Sch Kunstverein)
Bevor dérive eine Zeitschrift wurde, war dérive schon Praxis. Die situationistische Technik der Stadterkundung – ein zielloses, aber nicht weniger revolutionäres Umherstreifen im Raum, um der Langeweile einer zunehmend kommerzialisierten Welt im fortgeschrittenen Kapitalismus zu entfliehen, war für die Gründung der Zeitschrift Inspirationsquelle und Namensgeberin zugleich. Den Anfang von dérive markieren das Interesse an der Auseinandersetzung mit dem städtischen Raum und der urbanen Gesellschaft ebenso wie die Liebe zum Medium Zeitschrift. Seither sind über 100 Ausgaben mit rund knapp 2.000 Artikeln, Rezensionen und Kunstinserts erschienen. Die über 1.000 Autor:innen sind Ökonom:innen und Stadtaktivist:innen, Geograph:innen und Soziolog:innen, Architekt:innen, Stadt- und Landschaftsplaner:innen, Philosoph:innen, Politikwissenschaftler:innen, Europäische Ethnolog:innen, Sozial- und Kulturwissenschaftler:innen, Ökolog:innen, Urbanist:innen und Künstler:innen.
Die Ausstellung im Architekturzentrum Wien feiert diese Vielfalt und präsentiert sämtliche dérive-Ausgaben als zentrales Wissensarchiv einer andauernden Erkundung und als Einladung zum Blättern und Lesen. Videointerviews mit dérive-Redakteur:innen und dérive-Autor:innen geben Einblick in die facettenreiche Beschäftigung der Zeitschrift mit dem urbanen Raum und behandeln aktuelle Fragen für die Stadt der Gegenwart und Zukunft. Exemplarische Sammlungen von Fotografien, Zeichnungen, stadtaktivistischen Materialien, Videos und Hörbeiträgen zu den Themen Wohnen, Stadt und Demokratie, Stadtraum als öffentlicher Raum und zu dérive selbst illustrieren die vielschichtige Wissensproduktion und widmen sich den Ursprüngen von dérive als Methode und Projekt.
25 Künstler:innen für 25 Jahre
Die Beschäftigung mit dem urbanen Raum, die dérive als Zeitschrift kennzeichnet, umfasst seit den Anfängen neben Untersuchungen aus den Bereichen der Wissenschaft oder des Stadtaktivismus stets auch solche aus dem Feld der Kunst. 25+1 Positionen zu Stadt und Raum – für 25 Jahre dérive – zeigen einen Querschnitt aus diesen künstlerischen Auseinandersetzungen, die in den über 100 Ausgaben von dérive versammelt sind. Verteilt in ausgewählten selbstverwalteten Off-Spaces im 2., 5. und 6. Bezirk Wiens, laden die Beträge zu einem dérive durch die Stadt und eröffnen dabei Themen wie Geschichte und Erinnerung (SUPER, Bezirksmuseum Mariahilf), Landschaft und Stadt (FLUCC) alternative Geographien und die Erkundung städtischer Zusammenhänge (hoast und Sehsaal), Sphären der Arbeit (Size Matters) oder Aktivismus und die Aneignung des öffentlichen Raums (Sussudio und Ve.Sch).
Gemeinsam laden die Ausstellungen im Az W und in den Kunsträumen, sowie das Begleitprogramm zur Auseinandersetzung mit der Stadt in Wissenschaft, Kunst und Aktivismus ein – am Horizont das ›Recht auf Stadt‹ (Henri Lefebvre) als Vision einer emanzipatorischen Gesellschaftsordnung.