Der Wiener Nordbahnhof als Deportationsort
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Der Wiener Nordbahnhof als Deportationsort - Historischer Spaziergang und Buchpräsentation
Der Wiener Nordbahnhof zählt zu jenen Orten der nationalsozialistischen Verfolgungsgeschichte, die lange Zeit wenig Beachtung fanden. Während die Deportationen vom Aspangbahnhof heute im öffentlichen Bewusstsein verankert sind, geriet in Vergessenheit, dass sich die Deportationen von als jüdisch definierter Menschen ab 1943 auf den Nordbahnhof verlagerten. Von dort wurden zwischen 1943 und 1945 mehr als 2.000 Menschen in 33 Transporten nach Theresienstadt und Auschwitz verschleppt. Das Buch “Der Wiener Nordbahnhof als Deportationsort” dokumentiert und kontextualisiert erstmals umfassend die Geschichte dieses Ortes und seine Bedeutung für die österreichische Erinnerungskultur.
Die Veranstaltung verbindet historische Spurensuche im Stadtraum mit der Präsentation des neu erschienenen Buches durch die Autor*innen Michaela Raggam-Blesch, Dieter J. Hecht und Heidemarie Uhl.
Die Autor*innen stellen die Publikation vor und diskutieren ihre Forschungsergebnisse sowie die Bedeutung des Nordbahnhofs als bislang wenig bekannter Deportationsort. Die Buchpräsentation wird moderiert und bietet Raum für Fragen und Austausch. Kostenlos und ohne Anmeldung.
Moderation: Magdalena Bauer (DÖW - Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes)