Deep Dive: BIPOC-Fotograf*innen

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1 Termin
Mittwoch 18. Februar
18. Feb.
Mi
16:30
Führung
Deep Dive: BIPOC-Fotograf*innen

BIPOC-Fotograf*innen in der Fotosammlung im Mittelpunkt
Führung von Hanin Hannouch zum Black History Month

Die Fotosammlung des Weltmuseums Wien enthält nur zwei Fotos eines schwarzen Künstlers aus einem Land des afrikanischen Kontinents: eine davon, die Aufnahme des nigerianischen Fotografen Jonathan Adagogo Green (1873–1905) zeigt den König von Benin, der während der britischen Strafexpedition von 1897 gefangen genommen wurde. Während Tausende und Abertausende von Fotografien in der Sammlung jede Ecke des afrikanischen Kontinents abbilden, wurden – mit Ausnahme von Greens Bildern – fast alle von Fotograf*innen aufgenommen und/oder gesammelt, die sich als Weiß identifizierten. Der singuläre Status dieser Bilder ist somit ein Hinweis auf die Machtasymmetrien und das Ungleichgewicht in der Repräsentation, die den Kern der Sammlung ausmachen und die auch in ihrem Ökosystem spürbar sind.

Hanin Hannouch, Kuratorin für analoge und digitale Medien (Fotografie-, Film- und Tonsammlungen) lädt die Öffentlichkeit herzlich zu einer Sonderführung ein. Diese Führung hebt nicht nur Greens Foto hervor, sondern nutzt seine Präsenz als Linse, um sich mit den in der Sammlung vorhandenen Fotograf*innen aus dem sogenannten „globalen Süden“ – wie Lala Deen Dayal (1844–1905), Juliana Dilenius (1884–1949), Eduardo Unda (1829–1879), Govindram und Oodeyram (Fotografen in Jaipur, Rajasthan, aktiv in den 1890er bis 1960er Jahren) usw. – zu beschäftigen. Die Besucher*innen werden die historischen Fotografien betrachten, mehr über die Geschichten hinter den Bildern, ihre Schöpfer*innen und ihre Kontexte erfahren und nach Belieben ihre Eindrücke mit der Kuratorin teilen.

Diese Sonderführung nimmt die selektive Sichtbarkeit der Fotosammlung des Weltmuseums Wien zum Anlass, kritisch zu reflektieren, wie Ein- und Ausschlussmechanismen die umfangreichen Bestände der Institution strukturieren. Es ist eine längst überfällige Notwendigkeit und Verpflichtung, das Leben und das Vermächtnis von Fotograf*innen aus dem „globalen Süden“ zu würdigen und den Einfluss, den sie auf das Medium und seine Geschichte hatten und haben, näher zu beleuchten – ein Einfluss, der von Institutionen in Europa oft ignoriert und ausgelöscht wird.

Die Führung in deutscher Sprache findet hinter den Kulissen des Museums statt.

Führung in deutscher Sprache
Tickets:
Teilnahme an der Veranstaltung: € 9
Sie benötigen auch ein Eintrittsticket.
Treffpunkt: Säulenhalle

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