Days of Attention - Student Protests in Serbia
Kunst Theorie Zivilgesellschaft Veranstaltungsreihe
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Heute stehen Demokratie und demokratische Teilhabe zunehmend unter Druck. Dies trägt zu Debatten über politische Verantwortlichkeit, zivilgesellschaftliches Engagement und Möglichkeiten für politischen Wandel jenseits etablierter Institutionen bei. Vor diesem Hintergrund möchten wir die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Studierendenproteste in Serbien lenken und sie als Ausgangspunkt für ein erneutes Nachdenken über politisches Engagement jenseits traditioneller Institutionen nehmen. Wir sind eine Gruppe von Studierenden und Dozierenden von geschichtswissenschaftlichen Instituten der Universität Wien. Im Frühjahr und Sommer 2026 möchten wir in einer Reihe von Veranstaltungen der Frage nachgehen, wie zivile Proteste die politische Praxis verändern können, wie Aktivismus von unten und ohne Führungspersonen funktioniert und welche Rolle Universitäten als Räume des demokratischen Engagements spielen können.
Wir knüpfen damit an einen offenen Brief an, den Mitarbeitende des Instituts für Zeitgeschichte im Oktober 2025 initiiert und darin ihre Solidarität mit den Studierenden in Serbien zum Ausdruck gebracht haben. Wir möchten erneut dazu beitragen, die österreichische Öffentlichkeit für diesen wichtigen und mutigen Protest zu sensibilisieren. Wir freuen uns sehr, dass sich Kolleg:innen von weiteren Wiener Universitäten der Initiative angeschlossen haben, und hoffen, weitere Gespräche und einen Austausch in ganz Wien anzustoßen, um die Studierenden in Serbien zu unterstützen.